Zürcher Rosengartentunnel soll vier Fahrspuren haben

11.2.2019 - 14:06, SDA

Der geplante Zürcher Rosengartentunnel soll vier Fahrspuren haben. Das hat das Zürcher Kantonsparlament am Montag bei der Detailberatung des Projektes mit 96 zu 61 Stimmen beschlossen.

SP, GLP und Grüne hatten in einem Minderheitsantrag gefordert, die vier Spuren als zwei Fahr- und zwei Standspuren zu nutzen. Sie fürchten, dass vier vollwertige Fahrspuren zu einer Kapazitätssteigerung und zu mehr Verkehr führen werden. Der Antrag wurde von der Alternativen Liste (AL) unterstützt.

Die bürgerliche Parlamentsmehrheit aber stimmte geschlossen für den Projektvorschlag der Regierung. Dieser sieht zwischen Wipkingerplatz und Bucheggplatz zwei Tunnelröhren mit insgesamt vier Fahrspuren vor. Danach führt der Tunnel bis zum Irchel in nur einer Röhre weiter.

Die Bürgerlichen waren der Meinung, dass die Benutzung zweier Spuren als Standspuren einer Reduktion der aktuellen Strassenkapazität gleich kämen. Dies würde aber das Ziel des Projektes gefährden, den Verkehr von der überaus stark befahrenen Rosengartenstrasse unter die Erde zu bringen.

Die bürgerlichen Parteien folgten Regierungsrätin Carmen Walker Späh (FDP), die warnte: «Reduzieren sie die Spuren im Tunnel, haben sie oberirdisch eine geringere Entlastungswirkung».

Dauerhaftes Provisorium

Die Rosengartenstrasse wurde 1972 als Provisorium der Westtangente in Betrieb genommen. Das Provisorium ist aber längst zur Dauerlösung geworden, mit über 50'000 Fahrzeugen pro Tag.

Dieser Verkehr soll gemäss Vorlage durch einen insgesamt 2,3 Kilometer langen Tunnel geleitet werden. Die Kapazität des Autoverkehrs soll so erhalten und die Rosengartenstrasse auf einem Abschnitt von etwa 700 Metern zur Quartierstrasse werden. Auf ihr würde als neue ÖV-Verbindung das Rosengartentram fahren.

Die Gesamtkosten für Tunnel und Tram belaufen sich auf 1,1 Milliarden Franken. Der Kanton rechnet aber damit, dass sich der Bund und die Stadt Zürich daran beteiligen. Fertig wäre das Generationenprojekt im Jahr 2032.

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