Zürcher Seebad Utoquai weiterhin mit Geschlechtertrennung

1.10.2019 - 17:31, SDA

Die Stadt Zürich krebst in Sachen Geschlechtertrennung zurück: Der Stadtrat hatte die Trennung im Seebad Utoquai auf Beginn der diesjährigen Badesaison aufgehoben – und wenige Tage später wegen negativer Reaktionen wieder eingeführt. Nun bleibt sie dauerhaft.

Mit der Abschaffung der geschlechtergetrennten Zonen im Erdgeschoss sollte der Zugang zu den Stand-Up-Paddles und zum Sprungbrett erleichtert werden. Die Stadt erhoffte sich zudem eine bessere Verteilung der Badegäste. Die Änderung kam jedoch gar nicht gut an.

Die Stadt erhielt viele negative Reaktionen und sogar eine Petition, welche die Geschlechtertrennung zurückforderte. Die Stadt gab nach und trennte die Zonen bereits nach wenigen Tagen wieder.

Gleichzeitig führte sie im Juli eine professionelle Umfrage bei Badegästen durch. Das Ergebnis ist deutlich: Die Mehrheit der befragten Gäste wünscht geschlechtergetrennte Zonen. «Ich habe daher entschieden, die Geschlechtertrennung im Erdgeschoss auch künftig beizubehalten», teilte Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP), Vorsteher des Schul- und Sportdepartements, am Dienstag mit.

Die Umfrage zeigte zudem einen weiteren Mangel in diesem Seebad: zu wenig Schatten. Auch hier reagierte die Stadt und beschaffte mehr Schirme. Diese stehen bereits im Einsatz. Das Bad ist noch bis am 27. Oktober geöffnet. Das Wasser ist derzeit 18 Grad warm.

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