Zürich: Grabstein-Geschichten im Lausch-Hocker hören

14.6.2018 - 11:31, SDA

Auf dem Friedhof Sihlfeld A in Zürich wird ein Lauschfeld eröffnet. Dort kann man demnächst in Lausch-Hockern Grabstein-Geschichten hören, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte.

Spaziert man über den Friedhof Sihlfeld, kann es sein, dass man auf einmal vor einer ganz besonderen Ausstellung steht - einem Feld mit Grabsteinen aus dem letzten Jahrhundert. Sie stammen von Gräbern, die längst aufgehoben sind. Ihre gestalterische Ausstrahlung rettete sie davor, zu Kies verarbeitet zu werden.

Mit sicht- und tastbaren Eigenschaften erzählen die Grabmäler von damals. Aber sie haben noch mehr zu bieten: In jedem Objekt hausen Fakten und Geschichten.

Diesem Leben wird nun hörbar Ausdruck verliehen, wie es auf der Homepage der Stadt Zürich heisst. Vorbeiflanierende sind eingeladen innezuhalten, sich inmitten der Grabmalreihen auf Lausch-Hocker zu setzen und hier allerlei zu vernehmen: Sachliches, Poetisches, Kurioses.

Insgesamt werden drei Hocker aufgestellt, wie Meret Tobler, Leiterin Grabmalkultur, gegenüber Keystone-SDA sagte. Neben jedem Stuhl stehe eine Säule mit einem Lautsprecher. Daraus ertönen während rund 30 Minuten zwei bis fünf Geschichten unterschiedlichen Inhalts, wie Tobler weiter sagte. Beispielsweise erfahre man etwas über die Grabmalherstellung.

In Betrieb genommen werden die Lausch-Hocker am 21. Juni um 19.30 Uhr, wie die Stadt Zürich weiter mitteilte. Die Schauspieler Gian Rupf und Miriam Japp lesen am Eröffnungsabend eine Auswahl der Lausch-Hocker-Geschichten.

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