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Michael und Sven Epiney: Nach 14 Jahren Liebe haben die beiden geheiratet.
Sven Epiney und Michael Graber haben geheiratet. Ihre Geschichte begann 2011 bei einem Kochwettbewerb – und führte über einen Antrag im Live-TV bis zum Ja-Wort 14 Jahre später.
Sven Epiney (53) und Michael Graber (32) haben geheiratet. «Überglücklich, überwältigt, unglaublich dankbar und voller Liebe», schrieb das Paar unter einen gemeinsamen Instagram Beitrag zur Hochzeit.
Der Moderator und der ehemalige Koch sind seit 14 Jahren ein Paar. Kennengelernt haben sich die beiden an den Schweizer Kochmeisterschaften 2011. Epiney führte durch den Wettbewerb, Graber nahm teil.
Am Event selbst sprachen die beiden nicht viel miteinander, aber ein paar Tage später liefen sie sich zufällig über den Weg. Aus einem kurzen Wiedersehen wurde ein stundenlanges Gespräch.
In Interviews mit der «Schweizer Illustrierten» und im Podcast der Zürich Pride beschreiben sie diesen Moment später als «Liebe auf den ersten Blick, einfach beim zweiten Treffen». Von da an sahen sie sich fast täglich. «Es war von null auf Hundert sehr intensiv», erinnert sich Epiney.
Die Beziehung wurde ein halbes Jahr nach dem ersten Treffen öffentlich. Sie hätten sie nie gross nach aussen tragen, aber auch kein Versteckspiel daraus machen wollen. Graber erzählte der «Schweizer Illustrierten»: «Es war nicht einfach, von null auf hundert als Freund von Sven bekannt zu sein. In der Öffentlichkeit drehte sich alles um ihn, und ich war die neue Person an seiner Seite.»
Graber war 18 Jahre alt, als sich die beiden kennenlernten, Epiney 39. 21 Jahre Altersunterschied hat das Paar. Für sie sei das aber nie Thema gewesen. Auch heute nicht, wie die beiden im Podcast der Zürich Pride erzählen: «Es gibt keine Situation, die Anlass bieten würde, darüber nachzudenken», sagt Epiney.
2019 dann der grosse Moment: In der SRF-Show «Darf ich bitten?» machte Epiney seinem Partner einen spontanen Hochzeitsantrag – live im Fernsehen. «Das Resultat von heute Abend spielt keine Rolle, aber mir spielt es eine Rolle, mit wem ich mein Leben verbringen möchte, und das bist du. Ich möchte sehr gerne dein Mann werden und hoffe, du auch meiner», sagte Epiney.
Das war drei Jahre, bevor die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in der Schweiz möglich wurde. «Nur eine eingetragene Partnerschaft ist mir fast zu wenig», sagte Graber damals der «Schweizer Illustrierten». Die Hochzeit musste warten – zuerst auf die Gesetzesänderung, dann auf das Ende der Pandemie.
Die Verlobung habe ihrer Beziehung eine neue Tiefe gegeben, sagt Epiney später gegenüber dem «Blick». Es sei ein Versprechen gewesen, das sie noch enger verbunden habe. Auch Graber beschreibt ihre Liebe heute gegenüber der «Schweizer Illustrierten» als gewachsen: «Sie ist heute noch schöner als vor 14 Jahren, denn man kennt den Partner in- und auswendig. Die Magie war da, von Anfang an. Den Respekt voreinander haben wir nie verloren.»
Nach sechs Jahren Wartezeit fand die Hochzeit am Freitag nun endlich statt. Und aus Sven Epiney und Michael Graber wurde Mr. und Mr. Epiney. Denn wie Michael Grabers Instagram-Account verrät, hat er den Nachnamen seines Mannes angenommen.