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Folklorebombast und Känguru-Wahnsinn – die ersten ESC-Favoriten stehen im Final
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70. ESC in Wien

Folklorebombast und Känguru-Wahnsinn – die ersten ESC-Favoriten stehen im Final

  • Die ESC-Moderatoren Victoria Swarovski (l.) und Michael Ostrowski am Dienstagabend in der  Wiener Stadthalle.
  • Der ESC ist am Dienstagabend in seine heisse Phase gestartet mit dem ersten Halbfinal.
  • Australiens Vorjahresteilnehmer Go-Jo mit einem tanzenden Känguru.
  • Australiens Kandidat aus dem letzten Jahr, «Milkshake-Man» Go-Jo.
  • Linda Lampenius & Pete Parkkonen erlangten, wie erwartet, mit «Liekinheitin» das Finalticket.

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Die ESC-Moderatoren Victoria Swarovski (l.) und Michael Ostrowski am Dienstagabend in der  Wiener Stadthalle.

Bild: IMAGO/Beautiful Sports

Der erste ESC-Halbfinal ist vorbei – und wie erwartet haben Finnland und Griechenland den Einzug in den Final geschafft. Der zweite Halbfinal mit der Schweizer Vertreterin Veronica Fusaro findet am Donnerstag statt.

Redaktion blue News
Keystone-SDA

Redaktion blue News, Keystone-SDA

12.05.2026, 21:22•13.05.2026, 13:11

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Beim ersten ESC-Halbfinal in Wien haben am Dienstagabend zehn Länder das Ticket für den Final gelöst.
  • Der Wettbewerb wird in diesem Jahr von der umstrittenen Teilnahme Israels und mehreren Rückzügen europäischer Staaten überschattet.
  • Der zweite Halbfinal mit der Schweizer Vertreterin Veronica Fusaro findet am Donnerstag statt.
  • Der 70. Eurovision Song Contest (ESC) findet 2026 in Wien statt, weil 2025 in Basel der österreichische Opernsänger Johannes Pietsch alias JJ mit «Wasted Love» gewonnen hat.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Die erste Schlacht des 70. Eurovision Song Contest von Wien ist geschlagen – und die prognostizierten gehören überwiegend auch zu den realen Gewinnern.

Das seit Monaten als Topfavorit gehandelte Führungsduo Finnland und Griechenland löste am Dienstagabend ebenso sein Finalticket wie Moldaus Partykracher. Aber auch Israel schaffte es in die nächste Runde, während Belgien die Buchmacher Lügen strafte und sich überraschend, aber zu Recht den Aufstieg sicherte.

Eröffnet wurde der erstmals vom Duo Victoria Swarovski und Michael Ostrowski moderierte Musikreigen standesgemäss von Moldaus Pop-Rapper Satoshi und seinem Partykracher «Viva, Moldova!» mit tanzenden Playmobil-Figuren als Hintergrundanimation.

Damit war die Stimmung für den Abend gesetzt, die unmittelbar von der Schwedin Felicia aufgenommen wurde, die sich mit elektronischer Härte und wackelnder Stimme und «My System» ihr Systemupgrade sicherte.

Teaser image

Wer muss den ESC gewinnen?

Umfrage im blue News Büro: Diese Songs gehen der Redaktion nicht mehr aus dem Kopf

Die nach wie vor als Spitzenreiter gesehene finnische Combo aus Violine und Stimme, Linda Lampenius & Pete Parkkonen, löste wie fix erwartet mit ihrer Melange aus elektronischem Dramapop und klassischen Violineinsprengseln sowie minimalistischer Inszenierung bei «Liekinheitin» das Finalticket.

Durchmarsch auch für Israel

Ohne Violine, dafür mit einer der besten Stimmen des Wettbewerbs, überzeugte Israels Kandidat Noam Bettan. Rau, markant und erotisch intoniert brachte «Michelle» einen Platz unter den Top Ten – ungeachtet der aufgeheizten Diskussion um Israels Teilnahme trotz des Gazakrieges und vereinzelter Zwischenrufe in der Halle.

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© Emiien Itim

Der letzte Startplatz bedeutete für die serbische Düsterrockband Lavina durchaus Glück oder zumindest einen Platz im Final, auch wenn das depressivere «Kraj mene» nicht nach Glück klingt. Entgegen der Wettquoten wurde für Belgiens Kandidatin Essyla, die mit hartem Beat Pop modernen Zuschnitts lieferte, ihr «Dancing on the Ice» keine Rutschpartie, sondern ein sanftes Gleiten in den Final.

Litauens Lion Ceccah kam bei «Sólo quiero más» mit seiner Mischung aus technoider Ästhetik und hoher Dramatik nach langen Probentagen zwar an das Ende seiner Stimme, aber noch nicht an jenes seiner ESC-Reise. Vor allem mit ihrer Stimme überzeugte hingegen wohl Polens Alicja, deren «Pray» anfangs einer souligen Gebetsstunde gleicht, die dann in undefinierbaren Rap abbiegt, aber dennoch genügend Stimmen auf sich vereinte.

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Finaleinzug rückt näher

Starke Botschaft – Veronica Fusaro feilt nach schwieriger Probe am ESC-Moment

Und schliesslich erbrachte der protofeministisch-mystische Folklorebombast des kroatischen Frauenquintetts Lelek bei «Andromeda» am Ende ein Aufstiegsticket – während das Pendant der Balkan-Damen, das portugiesische Männerquintett Bandidos do Cante mit «Rosa», in Opas alter Joppe und mit Fado-Fadesse nicht genügend Stimmen auf sich vereinte.

Die gelben Engel machen einen Abflug

Georgiens als Gelbe Engel verkleidetes Trio Bzikebi verkündete zwar «On Replay», bekam aber kein Replay, sondern muss trotz guter Nummer aber mutmasslich dank fehlender Stimmen die Heimreise antreten. Und auch Estlands Trio Vanilla Ninja brachte die Dreieinigkeit kein Glück. «Too Epic To Be True» hiess bei den Damen am Ende «Too Epic To Be In The Final».

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Seit 2019 immer im Final

Das ist das Geheimnis hinter den Schweizer ESC-Erfolgen

Keinen Hit landete Senhit aus San Marino, obwohl sie bei «Superstar» einen ebensolchen an Bord hatte, nämlich 80er-Ikone Boy George. Für die sympathische Disconummer gab es kein Finalticket. Und unter den Elektronummern des Abends musste letztlich Tamara Živković aus Montenegro mit «Nova zora» das Tal der Tränen beschreiten.

Melancholischer Auftakt und witziger Abschluss

Damit endete der Abend in der Wiener Stadthalle für fünf Länder so melancholisch, wie er für alle begonnen hatte. So läutete ein Einspieler mit einem schwulen Paar, das über die Jahrzehnte hinweg ESC miteinander schaut, bis einer der beiden verstirbt, den Abend ein. Am Ende sass der Partner alleine am Klavier und sang den alten Schlager «L'amour est bleu» von Vicky Leandros, bevor die 73-jährige Sängerin persönlich übernahm.

Immerhin das Moderationsduo Swarovski und Ostrowski bemühte sich um Stimmung bei Verkleidungsspielen mit grünem Janker im Green Room oder einer gemeinsamen Nummer mit Australiens Vorjahresteilnehmer Go-Jo über die angelsächsische Verwechslung von Austria und Australia – übergrosse Mozartkugel und tanzendes Känguru inklusive. Und ein gemeinschaftlicher Zusammenschluss zu Austrialia. Das muss der 2. Halbfinal erst einmal toppen.

Der zweite Halbfinal mit der Schweizer Vertreterin Veronica Fusaro findet am Donnerstag statt.

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Veronica Fusaro am ESC in Wien

Die zweiten Proben laufen laufen für Veronica Fusaro schon besser. Sie steht mit «Alice» im zweiten Halbfinale und mus den Sprung in den Grand Final schaffen.

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