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Moderatorin und Ex-Schönheitskönigin Christa Rigozzi am Zurich Film Festivals, September 2015.
KEYSTONE
In einem Interview blickt Christa Rigozzi auf ihren Karriere-Start zurück. Zudem gibt sie private Einblicke über die Aufteilung der Haushalts-Ämtli und erzählt über die Herausforderung der Kindererziehung.
Bei Christa Rigozzi trifft quirliges Tessiner-Temperament auf Köpfchen und Schweizer Geschäftigkeit.
Christa Rigozzi ist der Superprofi, quasi das Schweizer Sackmesser unter den Missen. Funktional, maximal zuverlässig und unkaputtbar. Seit ihrer Wahl 2006 in Genf hat Christa Rigozzi eine kometenhafte Karriere hingelegt.
Darüber spricht die 41-Jährige im Sommerinterview mit dem «Glückspost»-Magazin.
Christa Rigozzi erinnert sich an ihre Anfänge vor 18 Jahren, eine lange Zeit: «Unglaublich, nicht? Ich habe seither so viel gelernt, erlebt, viele Menschen kennengelernt – und all die Reisen! Diese Jahre waren eine Bereicherung. Aber es war auch ein weiter Weg. Ich bin eine Frau geworden, selbstständig, sicher und stark, weil ich oft allein und auf der ganzen Welt unterwegs war. Ich konnte Sprachen lernen, neue Freundschaften aufbauen und Erfahrungen sammeln. Ich würde alles wieder so machen, wie ich es gemacht habe».
Ihre wichtigste Stütze? Ihr Mann Giovanni «Gio» Marchese. Rigozzi sagt, dass sie heute nicht an diesem Karrierepunkt stehen würde, ohne seine Unterstützung, die bis heute anhält: «Dank ihm konnte ich von Anfang an meinen Job machen. Als junges Paar haben wir keine Gedanken an Eifersucht verschwendet. Und jetzt, da wir eine Familie haben, ermöglicht er es mir, als Mutter in Ruhe zur Arbeit gehen zu können.»
Er habe sie immer gepusht und sei sehr ehrlich zu ihr.
Daheim bei Christa Rigozzi und ihrem Gio ist alles organisiert. Es gibt eine klare Ämtli-Teilung. Er kümmert sich um die Getränke und die Entsorgung, erledigt die schweren Sachen. Christa Rigozzi erzählt: «Ich wasche und putze. Ich bin so pingelig, will selbst putzen. Zudem erledige sie den Einkauf der Familie.
Die grösste Challenge bei der Erziehung ihrer Zwillinge Alissa und Zoe (7) seien die anderen Kinder. Gio und Christa Rigozzi erziehen ihre Mädchen Zuhause, aber sobald sie herausgehen, um mit anderen Kids zu spielen, würden sie anderes sehen. Rigozzi: «Das ist das Problem.»
Christa und ihr Mann würden bei der Erziehung auf Respekt, Dankbarkeit und Fairness achten. Doch sobald die Mädchen auswärts andere Verhaltensweisen beobachten würden, wird es schwierig. Rigozzi erzählt über die Herausforderung: «Und schwups, ist ein Jahr unserer stetigen Dialoge fast verschwunden. Das ist wohl das Leben aller Eltern.»