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Frank Richter und Tamara Cantieni sind die Hosts des «streamteam»-Podcasts.
Drei Tipps, drei komplett unterschiedliche Welten. In der neuen «streamteam»-Folge diskutieren Frank Richter und Tamara Cantieni leidenschaftlich und gehen diesmal ziemlich weit auseinander.
Starten wir mit «Queer». Daniel Craig zeigt sich hier so radikal anders, wie man ihn noch nie gesehen hat. Die Geschichte: ein Mann, verloren zwischen Alkohol, Affären und der Sehnsucht nach Nähe im Mexiko der 50er-Jahre. Tamara findet: mutig gespielt und künstlerisch spannend. Frank sieht das ganz anders. Für ihn ist es «ein Eitelkeitsprojekt», bei dem Stil wichtiger ist als Inhalt. Selten war sich das «streamteam» so uneinig – und genau das macht den Film irgendwie doch interessant.
Dann der totale Stimmungswechsel: «Der Pinguin meines Lebens». Ein Lehrer rettet einen ölverschmierten Pinguin – und plötzlich verändert sich alles. Klingt kitschig, ist es aber nicht. Der Film spielt im Argentinien der 70er-Jahre und zeigt neben der herzigen Geschichte auch eine Gesellschaft im Ausnahmezustand. «Der Pinguin öffnet Türen», sagt Tamara. Und tatsächlich: Das Tier bringt Wärme in eine Welt, die alles andere als leicht ist. Einer dieser Filme, die leise wirken – und lange bleiben.
Und dann noch ein Geheimtipp: die Netflix-Serie «Kohrra». Ein Mordfall kurz vor einer Hochzeit, zwei Ermittler, viele offene Fragen. Was folgt, ist kein klassischer Krimi, sondern ein düsterer Blick in die indische Gesellschaft. Roh, intensiv und überraschend nah an nordischen Noir-Serien. «Das ist wirklich ein Fundstück», sagt Tamara. Frank ergänzt: «So habe ich Indien nicht erwartet.» Genau deshalb lohnt sich ein Blick.
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