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«The Banshees of Inisherin»

Der beste Film des Jahres? Kommt bereits ins Kino

  • Eigentlich sind Pádraic Súilleabháin (Colin Farrell) und Colm Doherty (Brendan Gleeson) beste Freunde. Doch Doherty will plötzlich nichts mehr mit Súilleabháin zu tun haben. 
  • Súilleabháin will das nicht akzeptieren – und löst damit immer schlimmere Ereignisse aus. 
  • Einer der grössten Triumphe von «The Banshees of Inisherin» sind die tollen Performances. Besonders Farrell und Kerry Condon als seine Schwester überzeugen. 
  • Viel zu lachen haben die Figuren in «The Banshees of Inisherin» nicht – dafür das Publikum. 

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Eigentlich sind Pádraic Súilleabháin (Colin Farrell) und Colm Doherty (Brendan Gleeson) beste Freunde. Doch Doherty will plötzlich nichts mehr mit Súilleabháin zu tun haben. 

Bild: 20th Century Studios. All Rights Reserved.

Nur ein paar Tage ins neue Jahr gibt es schon einen Anwärter auf den besten Film 2023. «The Banshees of Inisherin» ist ein Meisterwerk – das aber wohl nicht allen gefallen wird.

Redaktion blue News

Redaktion blue News

02.01.2023, 19:54

Pádraic Súilleabháin (Colin Farrell) versteht die Welt nicht mehr. 

Eigentlich ist der Musiker Colm Doherty (Brendan Gleeson) sein bester Freund. Jeden Nachmittag um zwei treffen sich die beiden Iren, um zusammen ins Pub zu gehen.

Doch plötzlich spricht Colm kein Wort mehr mit dem Milchbauern – was schliesslich drastische Folgen hat. 

Zugegeben: Die Prämisse von «The Banshees of Inisherin» ist simpel. Die Welt des Films, der im Irland während des Bürgerkriegs spielt, ist klein. Die fiktionale Insel Inisherin bevölkern nur wenige Menschen, hier gibt es keine grossen Geschichten.

Grosses im Kleinen

Aber genau im Kleinen liegt die Stärke der pechschwarzen Komödie. Da es nur wenige Figuren gibt, haben diese umso mehr Möglichkeit, herauszustechen. Sei es durch die messerscharfen Dialoge oder die brillanten Performances des Casts.

Und auch wenn die Handlung zunächst relativ simpel ist, kann sie gerade dadurch grosse Themen abdecken, ohne dass es klischeehaft wirkt. «The Banshees of Inisherin» dreht sich um Freundschaft, Einsamkeit, Sterblichkeit – und ja, auch toxische Männlichkeit. 

Dank der gelungenen Mischung aus Absurdität und Bodenständigkeit verliert man dabei nie den Bezug zu den Figuren – auch als die Absurdität schliesslich überhand gewinnt.

Tiefschwarze Themen im humorvollen Gewand

Regisseur Martin McDonagh gilt als Meister der schwarzen Komödien. Bisher wurde noch jeder seiner Filme zu Kult. Für «Three Billboards Outside Ebbing, Missouri» wurde er sogar zu Recht für einen Oscar nominiert.

Der Ire beherrscht es wie kaum jemand sonst, tiefschwarze Themen in ein humorvolles Gewand zu kleiden. Dieser Spagat zwischen Tragödie und Komödie macht auch «The Banshees of Inisherin» zu einem besonderen Film – obwohl es der Regisseur mit seiner Schwarzmalerei hier vielleicht für einige zu weit treibt.

Aber die können sich wenigstens über die tollen irischen Landschaftsbilder freuen.

«The Banshees of Inisherin» läuft ab dem 5. Januar in den blue Cinemas.

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