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«In Tränen aufgelöst»

Deshalb liess Prinz William seine Mutter Diana am Telefon abblitzen

Ein Bild aus glücklicheren (Ehe-)Tagen: Prinzessin Diana und der heutige König Charles mit ihren beiden Söhnen Harry und William.

Ein Bild aus glücklicheren (Ehe-)Tagen: Prinzessin Diana und der heutige König Charles mit ihren beiden Söhnen Harry und William.

Bild: imago images/ZUMA Wire

Prinz William liebte und verehrte seine Mutter Prinzessin Diana. Aber einmal liess er sie abblitzen, als sie ihn am Telefon sprechen wollte. Eine TV-Doku zeichnet den Tiefpunkt der Mutter-Sohn-Beziehung nach.

Author

Teleschau

02.06.2026, 10:39•02.06.2026, 10:57

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Eine neue ARD-Doku zeigt, wie Prinz William unter dem berüchtigten BBC-Interview seiner Mutter Diana litt.
  • Der damals 13-Jährige soll seiner Mutter eindringlich von dem TV-Auftritt abgeraten haben.
  • Nach der Ausstrahlung war William laut der Dokumentation «in Tränen aufgelöst» und verweigerte Diana sogar das Gespräch.
  • Der dreiteilige Doku zeichnet nach, wie die öffentliche Schlammschlacht seiner Eltern den heutigen Thronfolger prägte.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Prinz William, schon im Augenblick seiner Geburt im Juni 1982 die Nummer zwei der britischen Thronfolge, war 1995 von der Ludgrove School in Berkshire auf das renommierte Eton College gewechselt.

Da hatte der royale Spross schon genug mit seinen Mitschülern und deren Hänseleien zu tun. Denn zu diesem Zeitpunkt beherrschten die Schlagzeilen um Williams Eltern Lady Diana und Prinz Charles die britischen Klatschblätter.

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Neue Einblicke ins britische Königshaus

Die Tragödien hinter dem Lächeln von Prinz William

Die dreiteilige ARD-Dokumentation «William - Schicksalsjahre eines Thronfolgers» erzählt von einem Tiefpunkt in der Geschichte des Boulevard-Journalismus, des Königshauses und vor allem für den pubertierenden William.

Diana und Williams gingen nicht im Guten auseinander

Lady Diana, seit Dezember 1993 von ihrem Mann Charles getrennt, gab im November 1995 dem BBC-Journalisten Martin Bashir ein Interview – gegen den dringenden Rat ihres damals 13-jährigen Sohnes.

Anfang November gab Diana dem BBC-Journalisten Martin Bashir das Interview. Es folgte auf das medienträchtige Geständnis von Prinz Charles, der öffentlich seine Affäre mit Camilla Parker Bowles (seiner heutigen Frau) eingestanden hatte.

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Als den Briten der Atem stockte

Warum Dianas skandalöses TV-Interview bis heute nachhallt

Lady Diana fuhr nach Eton und informierte ihren Sohn über das Interview. William soll aufgebracht gewesen sein und vehement abgeraten haben.

In der ARD-Doku umschreibt es der ehemalige Royal-Korrespondent der BBC, Wesley Kerr, diplomatisch: «Sie sollen nicht im Guten auseinander gegangen sein.»

Aber es kam noch schlimmer.

William war nach dem Interview «in Tränen aufgelöst»

Das Interview wurde am 20. November ausgestrahlt und sorgte überall für «Schockwellen». Im Königreich, im Palast und im Leben von William. Seine Mutter berichtete von Ehebruch, Bulimie, Autoaggression und postnatalen Depressionen. Und das in aller Öffentlichkeit.

William war einer von 21 Millionen Menschen, die das Interview sahen. Und er war, so schildert es Königshaus-Expertin Leontine von Schmettow mit Bezug auf den Hausvater von Eton in der Doku, «in Tränen aufgelöst».

Als seine Mutter noch am selben Abend versuchte, ihn telefonisch zu erreichen, weigerte sich ihr ältester Sohn, ans Telefon zu kommen.

Er warf seiner Mutter vor, nicht nur sich selbst vor der ganzen Welt zum Narren gemacht zu haben – sondern dies auch ohne jede Rücksicht auf ihn und seinen Bruder Harry getan zu haben.

William musste zu früh erwachsen werden

Prinz William bekam alles mit in der Lebensruine, die einst – für die Augen der Welt – eine Traumehe mit Traumkindern gewesen war.

Faktisch aber waren Charles und Diana schon seit Mitte der 1980er einander entglitten. William wuchs mit Streitereien daheim auf. Harry, zwei Jahre jünger, verstand wenig. Aber William alles.

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Royale Hochzeit vor 44 Jahren

Die versteckte Liebesbotschaft in Dianas Brautschuhen

Trotzdem wurde er nach der Scheidung im Juli 1996 in den letzten 13 Monaten ihres Lebens eine grosse Stütze und der wohl engste Vertraute seiner Mutter.

Von Royal-Expertin Schmettow erzählt in der TV-Doku, dass Diana ihren Sohn stets «ihren kleinen, weisen, alten Mann» nannte – mit nicht einmal 15 Jahren.

Es macht klar: William musste viel zu früh erwachsen werden.

Historike Owens: «Es war ein Warnschuss von William»

Aber der Prinz, seit Queen Elizabeths Tod mittlerweile Nummer eins der Thronfolge, nahm Lehren aus dem Schmierentheater mit, dass damals die Medien um Charles und Diana inszenierten.

Als 2021, 24 Jahre nach dem tragischen Tod von Lady Di, festgestellt wurde, dass sich der Journalist das Diana-Interview mit Lügen geradezu erschlichen hatte, mahnte William in einer Erklärung an, dass das Fehlverhalten der Journalisten massgeblich zur Verschlechterung des Verhältnisses «zwischen meinen Eltern» geführt habe. Es mache ihn traurig, dass es zur Angst, Paranoia und Isolation seiner Mutter beigetragen habe.

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Ein Ort der «Schönheit und Stille»

Hier fand Prinzessin Diana ihre letzte Ruhe

Historiker Ed Owens sagt in der Doku: «Es war ein Warnschuss von William.» Damit habe er gesagt: «Macht das nicht noch einmal. Mischt euch nicht noch einmal in mein Privatleben ein. Finger weg von meiner Familie.»

Die drei jeweils 25 Minuten langen Teile der Doku «William – Schicksalsjahre eines Thronfolgers» sind ab sofort in der ARD-Mediathek zu sehen.


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