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Melinda French Gates spricht mit der britischen Zeitung«The Guardian» über ihre gescheiterte Ehe mit Bill Gates und dessen Verbindungen zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. (Archivbild)
Bild: IMAGO/UPI Photo
Fünf Jahre nach der Scheidung von Bill Gates spricht Melinda French Gates über die Gründe für das Ehe-Aus. Neben Untreue habe auch die Verbindung ihres Ex-Mannes zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein eine Rolle gespielt.
Fünf Jahre nach der Scheidung von Bill Gates spricht Melinda French Gates mit der britischen Zeitung «The Guardian» über ihr heutiges Leben.
Die 61-Jährige, die sich vor zwei Jahren aus der Gates Foundation zurückzog, konzentriert sich heute mit ihrer Organisation «Pivotal Ventures» auf die Förderung von Frauen und Mädchen.
Während ihre drei erwachsenen Kinder inzwischen ihre eigenen Wege gehen, engagiert sich French Gates verstärkt für Themen wie globale Gesundheit, Gleichberechtigung und reproduktive Rechte.
Melinda French Gates spricht auch über die Gründe, warum sie sich nach 27 Ehejahren von ihrem Ex-Mann Bill Gates getrennt hat. Neben seiner Untreue hat auch die Beziehung zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein eine Rolle gespielt.
Gates wurde in den vergangenen Jahren immer wieder mit Epstein in Verbindung gebracht. Auch in den vom US-Justizministerium veröffentlichten Akten zum Fall taucht der Name des Microsoft-Gründers auf.
In einem Interview kurz nach der Veröffentlichung der Akten sagte Melinda French Gates, sie sei froh, dem ganzen Schlamassel entkommen zu sein, und die beteiligten Männer, darunter auch ihr Ex-Mann, müssten für ihre Taten geradestehen.
Auf die Frage, warum sie sich gerade jetzt zum Thema äussere, sagt French Gates: «Ich bin schon zuvor gefragt worden, was ich von Epstein halte, und ich habe immer gesagt, was ich von ihm halte.»
French Gates sagt, sie habe den Kontakt zu Jeffrey Epstein stets kritisch gesehen. Dennoch habe ihr Ex-Mann daran festgehalten. «Epstein war ein abscheulicher und widerwärtiger Mensch.»
Als sie im «The Guardian»-Interview auf persönliche Begegnungen mit Epstein angesprochen wird, ringt French Gates sichtlich mit der Fassung. «Mein Herz rast», sagt sie und fügt hinzu: «Waren Sie jemals in der Nähe von jemandem, bei dem Sie einfach wussten, dass er böse ist?»
Nach den Treffen mit Epstein habe sie Albträume gehabt. Bis heute empfindet Melinda French Gates grosses Mitgefühl für dessen Opfer. «Die Justiz hat versagt. Punkt. Das hätte verhindert werden können», so Gates weiter.
Die Aussagen von French Gates erhalten zusätzliche Brisanz, weil ihr Ex-Mann vor wenigen Tagen vor dem US-Kongress einräumte, dass die Treffen mit Epstein ein schwerer Fehler gewesen seien.
Jeffrey Epstein hatte über Jahre ein Netzwerk aufgebaut, in dem zahlreiche junge Frauen und Minderjährige sexuell missbraucht wurden. 2019 nahm er sich in seiner Gefängniszelle das Leben. Der Fall sorgt bis heute für Schlagzeilen, auch weil zahlreiche prominente Persönlichkeiten mit Epstein in Verbindung gebracht werden.