Fehler gefunden?
Jetzt meldenSeit 2020 konnte kein/e Kandidat*in den grossen Preis bei «Wer wird Millionär?» abräumen. Laut Günther Jauch liegt das auch an einer gewissen Risiko-Scheu bei den Teilnehmenden.
Kandidatin Jennifer Priewer will auf Nummer sicher gehen. In der neuen «Wer wird Millionär?»-Folge, die heute Abend ausgestrahlt wird, setzt die Diplom-Pädagogin bei der 8000-Euro-Frage einen Joker ein – obwohl sie die Antwort eigentlich wusste.
Laut Moderator Günther Jauch sind solche Entscheidungen der Grund, wieso es schon so lange keine Millionen-Gewinner in der Sendung mehr gibt. «Wir stellen fest, dass es diese – ich sag mal – Vollkasko-Mentalität gibt», so Jauch.
Damit meint der Moderator, dass sich die Kandidaten immer 100 Prozent absichern wollen. Das sei laut ihm nicht nur bei «Wer wird Millionär?» so, sondern «allgemein in der Gesellschaft».
«Sie haben die Frage im Grunde vollkommen beantwortet», führt Jauch weiter aus. «Sie wollten aber die letzten drei Prozente Unsicherheit ausschliessen, die es ja immer gibt im Leben, und haben deshalb den Joker genommen. Den hätte es tatsächlich nicht gebraucht.»
Kandidatin Priewer verteidigt sich damit, dass sie sich im Voraus gesagt habe, dass sie am Anfang vorsichtig spielen und später mehr Risiken eingehen wolle. Jauch kann das nicht ganz nachvollziehen: «Später wäre man ja um die Joker umso dankbarer.»
Ob Priewer die magische Zahl vielleicht doch erreichen wird, kann man heute Abend bei «Wer wird Millionär?» sehen.