Fehler gefunden?
Jetzt meldenFehler gefunden?
Jetzt meldenVöllig geblendet von der Schönheit des Steins zögerte «Bares für Rares»-Händler Wolfgang Pauritsch nicht lange. Er schnappte sich das Schmuckstück und rannte aus dem Händlerraum ...
Bild: ZDF
Geblendet von der Schönheit des Steins zögerte «Bares für Rares»-Händler Wolfgang Pauritsch nicht lange. Er schnappte sich das Schmuckstück und rannte aus dem Händlerraum ...
Der aussergewöhnliche Edelstein begeisterte schon die Schmuckexpertin Dr. Heide Rezepa-Zabel bei der Expertise. «Aber Hallo!», liess sich Horst Lichter vom Funkeln blenden.
Dann leuchtete die Expertin mit einem Lämpchen auf den Rubin. «Oi, der glüht ja! Hammer!», staunte Moderator Horst Lichter. Dann kam ihm die unmoralische Idee: «Wenn keiner hier ist, dann würde ich sagen, wir zwei machen uns jetzt damit auf ...» Doch da kam schon der Verkäufer an den Tisch geschritten.
Beim Öffnen des Kästchens konnte Wolfgang Pauritsch ein breites Grinsen nicht unterdrücken: «Ja, was haben Sie denn da Schönes mitgebracht?» Auch seinen Kolleginnen und Kollegen stockte der Atem: «Wow!»
Als er die Karatzahl hörte, steckte Pauritsch schnell den Ring an den Finger und rannte los. Die anderen schauten ihm hinterher. Doch kurz darauf kehrte Pauritsch reumütig in den Händlerraum zurück: «Entschuldigung. Das war jetzt so mein inneres Ich.»
Elke Velten steckte den Ring ebenfalls an: «Wow! Wow! Wow! Sag ich da nur.» Auch Daniel Meyer schwärmte: «Meine Güte, ist der schön!» Pauritsch startete mit 3500 Euro (ca. 3220 Franken), die sich schnell verdoppelten und sogar verdreifachten.
Denn Elke Velten hatte mit 10'500 Euro (ca. 9680 Franken) das letzte Wort und bekam den Zuschlag. «Ich bin so stolz auf mich!», jubelte sie über ihr Durchsetzungsvermögen bei der Verhandlung.
Welche Raritäten ausserdem zum Kauf angeboten wurden: Den Wert der Deckelvase von Rosenthal aus dem Jahr 1910 mit einem Selbstbildnis von Peter Paul Rubens schätzte die Expertin auf 300 bis 500 Euro (270 bis 460 Franken). Daniel Meyer gefiel das Objekt ausgesprochen gut, deshalb bezahlte er 500 Euro (ca. 460 Franken).
Die goldene Brosche mit Diamanten, Saphiren und einem Mondstein aus den 1950er-Jahren war 1000 bis 1200 Euro (ca. 920 bis 1100 Franken) wert. Wolfgang Pauritsch kaufte das Schmuckstück für 1100 Euro (ca. 1015 Franken): «Die Kombination zwischen dem Mondstein, zwischen dem Diamant und dem Saphir, das ist sowas Magisches.»
Die beiden Farbserigrafien von Albrecht Penck aus den 1990er-Jahren wurden auf 1400 bis 1800 Euro (ca. 1290 bis 1660 Franken) geschätzt. Wolfgang Pauritsch kannte den Künstler sogar persönlich, doch es war Jan Cizek, der mit 1500 Euro (ca. 1380 Franken) das höchste Gebot machte.
Der Bronze-Wolf von Julius Starcke aus den 1920er- oder 30er-Jahren war 200 bis 300 Euro (ca. 180 bis 270 Franken) wert. Für 300 Euro ging der Wolf an Wolfgang Pauritsch. Der versprach: «Ich werde ihn gut füttern.»
Dieser Rubin brachte selbst einen Profi aus dem Häuschen: Bei «Bares für Rares» schnappte sich Händler Wolfgang Pauritsch den Ring, steckte ihn an – und rannte damit davon.