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Der oscarnominierte Schauspieler Chiwetel Ejiofor spielt in «Backrooms» den Möbelhausbesitzer Clark, der in endlosen gelben Gängen verloren geht.
A24
Ein Möbelhausbesitzer verschwindet in einem Labyrinth aus endlosen gelben Räumen. Mit «Backrooms» hat der erst 20-jährige Regisseur Kane Parsons ein Internet-Meme in einen Kinoerfolg verwandelt.
Clark weiss nicht, wie er hineingekommen ist. Er weiss nicht, wie er wieder herauskommt. Und er weiss nicht, was in den endlosen gelben Gängen lauert. Der Möbelhausbesitzer (gespielt vom oscarnominierten Schauspieler Chiwetel Ejiofor) entdeckt im Sci-Fi-Horror-Kinofilm «Backrooms» eine geheime Tür, die ihn in eine scheinbar endlose Reihe unheimlicher Räume führt. Als er nicht zurückkommt, macht sich seine Therapeutin Mary (Renate Reinsve) auf die Suche nach ihm – und findet sich bald selbst in den unendlichen gelben Hinterzimmern wieder.
«Backrooms» läuft seit dem 29. Mai in US-Kinos und hat jetzt schon jegliche Rekorde der Produktionsfirma A24 gebrochen. 81 Millionen Dollar hat der Film laut dem Branchenportal «Deadline» alleine am Startwochenende in den USA eingenommen. Bis heute sollen es international über 212 Millionen sein. Nach nicht mal zwei Wochen sind das schon mehr, als A24 mit Superstar Timothee Chalamet in «Marty Supreme» über die gesamte Kinolaufzeit einnahm. Da waren es 191 Millionen.
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Der Erfolg des Films kommt unter anderem daher, dass er auf einer sehr erfolgreichen Serie basiert. Regisseur Kane Parsons – heute 20 Jahre alt – hat vor dem Kinohit eine YouTube-Serie produziert, die sich mit dem Konzept der «Backrooms» befasste. Damals war er 16 Jahre alt, die 22 Folgen verzeichnen auf Youtube mittlerweile über 200 Millionen kombinierte Aufrufe.
Nach der Highschool entschied sich Parsons gegen die Uni. Stattdessen produzierte er mit A24 den Film zu seiner Serie. Das Budget betrug 10 Millionen Dollar.
Parsons' Idee war das Konzept der unheimlichen Hinterzimmer aber nicht. «Backrooms» basiert nämlich auf einem Internetphänomen. 2019 hat ein Nutzer auf der Internetplattform 4chan ein Bild gepostet, das so ein Hinterzimmer zeigt: Gelbe Wände, stechendes Licht von Leuchtstoffröhren, hässliche Tapeten. Ein Bild, das «einfach irgendwie falsch» wirkt, schrieb er dazu.
Die Reaktion des Internets liess nicht lange auf sich warten: Nutzer begannen, Geschichten dazu zu spinnen, was in solchen Hinterzimmern, fern der Realität, alles lauern könnte. «Creepypasta» ist der Fachbegriff des Internets dazu. Gemeint sind vor allem Horrorgeschichten, die durch ständiges Kopieren weiterverbreitet werden (der Begriff setzt sich zusammen aus «creepy», gruselig, und «Copypasta», von «Copy und Paste», Kopieren und Einfügen).
Regisseur Parsons macht es dem Internet gleich: Auch er will die Geschichte weiterspinnen. In Interviews hat er keinen Hehl daraus gemacht, dass eine Fortsetzung geplant sei.
Die Kritik zum Film ist mehrheitlich positiv. Der «Guardian» lobt den Film als «eiskalt brillant und wirklich verstörend» und hebt die Performance von Ejiofor und Reinsve als «einfach umwerfend» hervor. «Variety» lobt Parsons als «Zauberer der Stimmung» und vergleicht ihn mit dem jungen David Lynch. Etwas reservierter ist die «New York Times»: Das Konzept funktioniere zwar, verliere aber an Kraft, wenn es auf Spielfilmlänge gedehnt werde.
Wer sich selbst eine Meinung bilden möchte: Bei blue Cinema läuft der Film ab dem 13. Juni im Rahmen von Vorpremieren. Offizieller Kinostart ist 18. Juni 2026.