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Der Sohn von Mette-Marit wurde zu vier Jahren Haft verurteilt. (Archivbild)
Heiko Junge/NTB Scanpix/AP/dpa
Marius Borg Høiby hat sich im Gefängnis die Hand gebrochen: Laut norwegischen Medien schlug er aus Wut gegen einen Schrank, nachdem seine Freilassung abgelehnt worden war.
Die Nerven blank: Marius Borg Høiby (29) hat sich in seiner Zelle die rechte Hand verletzt. Er hat im Zorn gegen einen Schrank geschlagen und musste in den Notfall gebracht werden. «Er wurde wütend und aufgebracht», heisst es in einem Gefängnisbericht, der vor Gericht präsentiert wurde.
Demnach wollte Høiby längere Zeit nicht mit den Beamten sprechen, berichtet «Dagbladet». Der Grund? Kurz zuvor war sein Antrag auf Freilassung vor dem Gerichtsprozess-Ende abgelehnt worden.
Ein Gericht in Oslo hat das Urteil gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, verkündet. Der 29-Jährige wurde in 34 verschiedenen Straftaten schuldig gesprochen und muss vier Jahre ins Gefängnis. Vier Frauen muss der Norweger insgesamt 580'000 Kronen (rund 48'249 Schweizer Franken) Entschädigungen zahlen, darunter zwei Ex-Freundinnen.
Høiby stand im Frühjahr wegen Vergewaltigung, Gewalt und Drogen vor Gericht. Darunter insgesamt vier Vergewaltigungsvorwürfe. Für zwei Vergewaltigungen wurde er schuldig gesprochen. In zwei Vergewaltigungsvorwürfen sprach ihn das Gericht frei.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Laut norwegischen Medien plant der Verurteilte bereits, Berufung einzulegen. Nicht akzeptieren wolle sein Mandant die Verurteilung wegen zweier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht sowie wegen des Missbrauchs in seiner Beziehung zu einer Ex-Freundin, sagte Verteidiger Petar Sekulic der Nachrichtenagentur NTB zufolge.
Kurz nach der Verurteilung hat Høiby bereits erneut die Freilassung aus der Untersuchungshaft beantragt.
Das Ila-Gefängnis nahe Oslo zählt zu den am stärksten gesicherten Haftanstalten Norwegens. Seit dem 12. Juni sitzt dort auch Marius Borg Høiby in Untersuchungshaft. Ob der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit nach seiner Verurteilung zu vier Jahren Haft dort bleibt, ist offen.
Zuvor war Høiby im Osloer Gefängnis inhaftiert. Die Haftanstalt Ila verfügt über wenige Plätze und hohe Sicherheitsstandards. Lange war sie vor allem für Gewalt- und Terrorstraftäter vorgesehen.
Bekannt wurde die Haftanstalt vor allem durch Anders Behring Breivik. Der Rechtsterrorist, der 2011 in Oslo und auf Utøya 77 Menschen ermordete, sass dort jahrelang ein. Seit 2023 ist er im Hochsicherheitsgefängnis Ringerike untergebracht.
2001 heiratete seine Mutter Mette-Marit den norwegischen Kronprinzen Haakon (52) und bringt ihren Sohn Marius mit in die Ehe. Mutter und Sohn wurden damals sowohl von der Königsfamilie als auch von dem norwegischen Volk mit offenen Armen aufgenommen, wess Königshaus-Expertin Tove Taalesen: «Wir haben Mette-Marit geliebt, sie war reizend. Sie war eine Bürgerliche, das Mädchen von nebenan – und dieser kleine Junge, so süss. Wir Norweger waren ganz verliebt!»
Der kleine Marius geriet schnell in den Fokus der Aufmerksamkeit – doch genau darin sieht die Royal-Expertin einen folgenreichen Fehler. Sie erinnert sich an die Hochzeit, bei der sich Mette-Marit und Haakon gemeinsam mit Marius auf dem Balkon zeigten: «Sie hoben ihn hoch und zeigten ihn der Menge. Ich glaube, das war der grösste Fehler, den sie machen konnten.»
Die Adelsexpertin gibt zu bedenken: «Sie hatten die Wahl: Sie hätten ihn nicht so sehr in den Vordergrund stellen können, aber sie wollten ihn zeigen und ich glaube, das war der Anfang aller Probleme.»
Auch Historiker Ole-Jorgen Schulsrod-Hansen verweist auf die prominente Rolle, die Marius von klein auf in der Königsfamilie einnahm und durch die «der Junge zum Symbol der modernen Monarchie» wurde, berichtet «Teleschau.de».