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Prinz William (li.), Kate, Herzogin von Cambridge, und Prinz Harry treffen am 14. März 2016 zum Commonwealth-Day-Gottesdienst in der Westminster Abbey in London ein. (Archivbild)
KEYSTONE
Hinter dem Glamour der royalen Hochzeiten soll es längst gebrodelt haben: Eine neue Biografie zeichnet nach, wie sich die Gräben zwischen William und Harry vertieften – und weshalb selbst Kate die Hoffnung auf Versöhnung verlor.
Jahrelang galt Prinzessin Kate (44) als Vermittlerin im Bruder-Zoff zwischen Prinz William (43) und Prinz Harry (41). Sie war es, die die beiden Brüder immer wieder an den Tisch brachte und an den Familienzusammenhalt erinnerte.
Doch auch die 44-Jährige soll mit ihren diplomatischen Kitt-Versuchen zwischen den zerstrittenen Brüdern an ihre Grenzen gestossen sein. Das schreibt Royal-Experte Russell Myers in seiner neuen Biografie «William and Catherine: The Intimate Inside Story», die am 26. Februar bei Penguin Random House erscheint. Vorab veröffentlichte Auszüge wurden vom «Mirror» publiziert. Darin erklärt Myers, warum Kate ihre Rolle als Friedensstifterin offenbar aufgegeben hat.
Für Russell Myers ist die Hochzeit von Harry und Meghan im Jahr 2018 der Wendepunkt. Nach aussen wirkte alles glamourös und märchenhaft – doch hinter den Palastmauern soll sich die Stimmung jedoch spürbar verändert haben. Kate und William hätten eine wachsende Distanz wahrgenommen. Eine Palastquelle spricht im Buch sogar davon, die Sussexes hätten «eine Agenda» verfolgt. Die Atmosphäre sei «ziemlich toxisch» gewesen.
Dabei stand William damals noch demonstrativ an der Seite seines Bruders: Im Mai 2018 begleitete er Harry als Trauzeuge zum Altar.
Für noch mehr Streit soll laut Myers der Umgang der Sussexes mit Palastangestellten gesorgt haben. Hinter den Kulissen habe sich der Hof in zwei Lager gespalten: jene, die grossen Wert auf einen respektvollen Umgang mit dem Personal legten – und jene, über die sich die Beschwerden häuften. «Nichts war je gut genug, es gab ständig Klagen. Es war ermüdend», zitiert das Buch eine Quelle. Für Kate sei dieses Verhalten offenbar eine rote Linie gewesen.
Laut Myers soll Kate den endgültigen Bruch zwischen den Brüdern früher erkannt haben als William. Während der Thronfolger «zutiefst traurig» über Harrys Entscheidung gewesen sei, seine royale Rolle aufzugeben, habe Kate offenbar weniger Energie darauf verwendet, ihn zum Bleiben zu bewegen.
Sie sei überzeugt gewesen, dass die Unterschiede zwischen «Erbe und Ersatz» zu gross geworden seien. Harry habe sich mit der Rolle des Nebendarstellers nicht zufriedengeben wollen – und mehr vom Leben im Königshaus erwartet.
Im Januar 2020 machten Harry und Meghan ihren Rückzug als arbeitende Royals offiziell. Beim sogenannten «Sandringham-Gipfel» unter der Leitung von Queen Elizabeth II. wurde entschieden: Eine Teilzeit-Regel gibt es nicht. Kurz darauf zog das Paar nach Montecito in Kalifornien, wo es heute mit seinen Kindern Archie (6) und Lilibet (4) lebt.