Corona-Not beim FC Bayern: Fällt der Rückrunden-Auftakt aus?

Von Stefan Tabeling, dpa

5.1.2022 - 10:32

Manuel Neuer steckt nach einem positiven Coronatest in den Malediven fest.
Bild: Getty

Beim FC Bayern ist die Corona-Not gross. Neun Münchner Profis sind positiv auf das Virus getestet worden. Das Spiel zum Bundesliga-Rückrundenstart gegen Gladbach am Freitagabend ist in Gefahr. 

Von Stefan Tabeling, dpa

5.1.2022 - 10:32

Die Corona-Welle erfasst den FC Bayern München immer mehr. Leroy Sané und Verteidiger Dayot Upamecano erhöhten nach positiven Tests die Zahl der mit dem Virus infizierten Profis am Dienstagabend auf acht (neben Kingsley Coman, Corentin Tolisso, Omar Richards, Lucas Hernández, Tanguy Nianzou). 

«Beiden Spielern geht es gut, sie befinden sich in häuslicher Isolation», teilten die Münchner mit. Am Mittwoch kam mit Alphonso Davies ein weiterer Fall dazu. Die zahlreichen Corona-Fälle schwächen nicht nur den FCB-Kader, sondern gefährden auch den Rückrunden-Auftakt in der Bundesliga, da auch bei der Liga-Konkurrenz sich die Corona-Fälle mehren.

Besonders hart aber trifft es den Tabellenführer aus München. Bayern-Trainer Julian Nagelsmann bleiben nun nicht mehr viele Optionen. Zumal er auch nicht auf Bouna Sarr und Eric-Maxim Choupo-Moting zurückgreifen kann. Beide befinden sich mit ihren Nationen beim Afrika-Cup, der am 9. Januar beginnt.

Der 34-Jährige wird die Rückrunde gegen Gladbach – wenn überhaupt – also mit einem Rumpfaufgebot seines Luxuskaders eröffnen müssen. Nach jetzigem Stand bleiben neben den beiden Ersatz-Torhütern Sven Ulreich und Christian Früchtl 13 Feldspieler übrig – unter der Voraussetzung, dass Leon Goretzka, der bei Wochenbeginn wie Serge Gnabry individuell trainiert hatte, rechtzeitig fit wird.

Schon jetzt droht allerdings eine Absage des Bundesliga-Spiels. Sobald ein Klub weniger als 15 spielberechtigte Akteure (darunter mindestens ein Torhüter) aufbieten kann, kann die DFL einem entsprechenden Antrag zur Spielabsage stattgeben. Auf diese Regelung hatten sich alle Vereine zu Beginn der Pandemie geeinigt.

Hoeness kritisiert Kimmich

Dafür kehrt mit Joshua Kimmich ein Schlüsselspieler zurück. Der 26-Jährige fiel nach seiner Covid-19-Infektion mit anschliessenden Lungenproblemen eineinhalb Monate aus.

Der Mittelfeldspieler stand über mehrere Wochen im Fokus der Medienlandschaft, weil er sich nicht impfen lassen wollte. Später bedauerte Kimmich sein Zögern bei der Impfung. Ebenfalls wenig Verständnis für seine damalige Haltung zeigt dabei Uli Hoeness, der am Mittwoch seinen 70. Geburtstag feiert. «Ich glaube, man muss diese Leute konsequent ausgrenzen, weil es ziemlich rücksichtslos ist, sich nicht impfen zu lassen», so der Ehrenpräsident des FC Bayern München gegenüber «Die Zeit».

MUNICH, GERMANY - MAY 20:  Uli Hoeness, President of FC Bayern Muenchen celebrates with his player Joshua Kimmich after the Bundesliga match between Bayern Muenchen and SC Freiburg at Allianz Arena on May 20, 2017 in Munich, Germany.  (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)
Uli Hoeness kritisiert Impfunwillige wie Joshua Kimmich.
Bild: Getty

Auch mit dem ungeimpften Kimmich habe er über das Thema viele Gespräche geführt. «Das war schwer, weil er in einer bestimmten Richtung beeinflusst wurde», meinte Hoeness.

Er berichtete weiter von einer Schafkopfrunde, die er abgebrochen habe, weil ein Mitspieler ungeimpft gewesen sei. «Ich kann ziemlich militant werden, wenn jemand sich nicht impfen lässt», hielt Hoeness fest.

Von Stefan Tabeling, dpa