Das Pokal-Spiel zwischen Essen und Dortmund war quasi beendet, da kommt es zu einem heftigen Foul. BVB-Trainer Niko Kovac findet klare Worte.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Borussia Dortmund hat sich im DFB-Pokal zum Weiterkommen gezittert und ein Aus gegen Rot-Weiss Essen nur mit viel Mühe abgewendet.
- Der BVB gewann durch das Tor von Serhou Guirassy in der 79. Minute mit 1:0 und durfte sich vor allem beim herausragend haltenden Schweizer Goalie Gregor Kobel bedanken.
- Kurz vor dem Abpfiff erhitzte ein hartes Foul von Essens Kelsey Owusu gegen Yan Couto die Gemüter.
Niko Kovac war bedient. Das heftige Foul von Essens Kelsey Owusu gegen seinen Profi Yan Couto machte dem Cheftrainer von Borussia Dortmund richtig zu schaffen. «Ich muss ganz ehrlich sagen: So geht man nicht hin. Ich will ihm keine Absicht unterstellen, aber das ist fahrlässig, das ist grob fahrlässig. Eigentlich ist das ein Anschlag», sagte Kovac nach dem mühevollen 1:0 beim Drittligisten Rot-Weiss Essen in der ARD.
Aussenbahnspieler Couto musste nach dem Abpfiff mit einer Trage vom Rasen gebracht werden. Ihm droht ein Ausfall. In der Abwehr und auf den Aussenpositionen ist der BVB ohnehin geschwächt.
Keine Rote Karte für heftiges Foul
«Ich hoffe, es ist nicht allzu viel passiert, er hat starke Schmerzen, wir müssen die Untersuchung abwarten, aber ich bin trotzdem zuversichtlich, dass es vielleicht in Anführungsstrichen nur eine sehr starke Prellung ist», sagte Kovac. In der Pressekonferenz berichtete der Trainer: «Yan liegt jetzt in der Kabine und hat einen Eisbeutel auf dem Knie.»
Owusu sah für das heftige Einsteigen die Gelbe Karte. Eine Korrektur auf einen Platzverweis durch den Video Assistant Referee (VAR) ist nicht möglich, weil dieser in Runde eins und zwei des DFB-Pokals nicht zur Verfügung steht. Essens Trainer Uwe Koschinat kritisierte: «Es ist unverzeihlich, wenn ein Spieler so hart einsteigt.»
Auch Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl thematisierte das Foul. Er sprach zunächst von «einer klaren Roten Karte». Als er seine Ausführungen in der Interview-Zone beendet hatte, drehte sich Kehl noch einmal zu den Journalisten um und fügte mit ernster Miene an, es habe sich «um ein brutales Foul» gehandelt.
Kobel hext BVB weiter
Unterschiede zwischen dem Drittligisten mit Kaderwert von sieben Millionen Euro und dem mit Stars gespickten Champions-League-Club waren am Montagabend lange nicht auszumachen. Gleich mehrere Male musste Gregor Kobel den Rückstand beziehungsweise Ausgleich verhindern.
Gut sechs Wochen nach der achtbaren Leistung beim Club-WM-Aus gegen Real Madrid war der international ambitionierte BVB kaum wiederzuerkennen – es drohte eine Blamage in Runde eins, wie sie der Verein zuletzt im August 2005 bei Eintracht Braunschweig erlebt hatte. Serhou Guirassy erlöste die Dortmunder in der 79. Minute schliesslich mit seinem trockenen Schuss zum siegbringenden 1:0 doch noch.