In der Relegation der Bundesliga trifft der VfL Wolfsburg auf den SC Paderborn. Die Statistik zeigt, dass der Erstligist dabei klare Vorteile hat. Zuletzt gelang es Urs Fischer mit Union Berlin als Zweitligist, die Relegation zu gewinnen.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Seit Einführung der Bundesliga-Relegation 1982 setzt sich meist der Erstligist durch, ein Trend, der bis heute anhält.
- Seit 2009 konnten nur drei Zweitligisten den Aufstieg in der Relegation schaffen, zuletzt Union Berlin 2019.
- Auch im Duell Wolfsburg gegen Paderborn spricht aufgrund von Erfahrung und Kaderstärke vieles für den Bundesligisten.
Erstmal kam es 1982 in der Bundesliga zur Relegation. Nach dem ein Jahr zuvor die eingleisige 2. Bundesliga eingeführt wurde, kam es am Ende der Saison 1981/82 zum ersten Relegationsduell zwischen dem 16. der Bundesliga und dem 3. der 2. Bundesliga. Damals traf Bundesligist Bayer Leverkusen auf die Zweitklassigen Kickers Offenbach. Leverkusen setzte sich am Ende durch und blieb in der Liga. Bereits damals zeichnete sich ein Trend ab, welcher bis heute anhält: In der Relegation hat der Bundesligist klare Vorteile.
Fischer schaffte das Unmögliche
Seit der Wiedereinführung der Relegation am Ende der Saison 2008/09 setzten sich in 17 Aufeinandertreffen lediglich dreimal die Mannschaft aus der 2. Bundesliga durch. Zuletzt gelang dies Union Berlin, welches 2019 unter Coach Urs Fischer dank der Auswärtstorregel im Duell mit dem VfB Stuttgart am Ende die Nase vorn hatte.
So scheint auch vor dem diesjährigen Duell zwischen dem VfL Wolfsburg und Paderborn wenig für die Paderborner zu sprechen. Alleine der Marktwert des Kaders der «Wölfe» ist beinahe fünfmal so hoch wie der des Zweitliga-Dritten. Das Team aus der Autostadt kennt sich zudem auch mit der Relegation aus. 2017 setzten sie sich gegen Braunschweig und ein Jahr später gegen Holstein Kiel durch.
Bereits damals stand Yannick Gehrhardt im Kader der Wölfe. Der deutsche Mittelfeldspieler bringt also bereits Erfahrung mit: «Es ist wie ein Finale, und auch, wenn es sich vielleicht komisch anhört, sind das Spiele, die man als Fussballer liebt.» Dabei bleibt er zuversichtlich, was den Ligaerhalt angeht: «Die Abläufe im Spiel, die uns in den vergangenen Wochen stark gemacht haben, wollen wir am Donnerstag und Montag zeigen. Und dann wird sich hoffentlich unsere Qualität durchsetzen.»
Qualitätsfrage
Dass der VfL Wolfsburg eine andere Qualität hat als der SC Paderborn, ist offensichtlich. Während das Team von Ralf Kettemann den dritten Bundesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte feiern will, geht es für den VfL um das Vermeiden des Super-Gaus. Vor der Saison wurde der deutsche Meister von 2009 eher als Kandidat für das europäische Geschäft gesehen. Doch nun droht dem Klub der Gang in die 2. Bundesliga.
In puncto Qualität spricht es bereits eine deutliche Sprache, dass Innenverteidiger Konstantinos Koulierakis und Mohammed Amoura zusammen mehr wert sind, als der gesamte Kader der Paderborner. Die nötigen PS sind in der Autostadt also vorhanden, nur auf die Strasse gebracht hat sie das Team von Dieter Hecking in dieser Saison zu selten. Vor der letzten Ausfahrt Relegation gilt es nun, auf die Überholspur zu fahren, ansonsten führt der Weg in die 2. Bundesliga.