Am 7. Dezember übernimmt Urs Fischer bei Schlusslicht Mainz 05. Seither zeigt die Formkurve steil nach oben – die Rote Laterne haben die Nullfünfer inzwischen abgegeben.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- In seinen ersten sieben Bundesliga-Spielen als Mainz-Trainer hat Fischer inzwischen zwölf Punkte geholt – das sind doppelt so viele wie sein Vorgänger Bo Henriksen in den ersten 13 Runden.
- Seit Urs Fischer als Trainer übernommen hat, haben nur vier Teams mehr Punkte geholt als Mainz.
- Trotz der Erfolge bleibt der Schweizer bescheiden.
Urs Fischer steht nicht für Spektakel – er ist auch keiner, der grosse Töne spuckt. Liefere statt lafere, das ist so etwas wie Fischers Markenzeichen. Und es ist eine erfolgsversprechende Formel. Den FC Basel führte er 2016 zum Meistertitel und im Folgejahr holte er das Double. Union Berlin führte er in die Bundesliga und später auch in die Champions League. Und nun steht der 59-Jährige seit dem 7. Dezember bei Mainz 05 unter Vertrag.
Als er den Job antrat, da lag Mainz nach 13 Runden mit nur 6 Punkten auf dem letzten Platz. Vier Tage nach seinem Amtsantritt holt Mainz in der Conference League auswärts gegen Lech Posen einen Punkt, doch das erste dicke Ausrufezeichen folgt drei Tage später. Urs Fischer führt sein Team auswärts bei Bayern München zu einem 2:2. Mainz ist zu diesem Zeitpunkt erst das zweite Bundesliga-Team, das gegen die Bayern einen Punkt holt.
Bloss ein Strohfeuer? Von wegen! Mit einem 2:0-Sieg gegen Samsunspor sichert sich Mainz am 18. Dezember die direkte Achtelfinal-Qualifikation und in der Liga klettert man Schritt für Schritt nach oben. In seinen ersten sieben Bundesliga-Spielen als Mainz-Trainer hat Fischer inzwischen zwölf Punkte geholt – das sind doppelt so viele wie sein Vorgänger Bo Henriksen in den ersten 13 Runden. In diesem Zeitraum haben nur Hoffenheim, Stuttgart, Dortmund und die Bayern mehr Punkte geholt als Mainz.
Alle Spiele von Mainz-Trainer Urs Fischer
- 11. Dezember 2025: Lech Posen – Mainz 1:1 (Conference League)
- 14. Dezember 2025: Bayern München – Mainz 2:2
- 18. Dezember 2025: Mainz – Samsunspor 2:0 (Conference League)
- 21. Dezember 2025: Mainz – St.Pauli 0:0
- 10. Januar 2026: Union Berlin – Mainz 2:2
- 13. Januar 2026: Mainz – 1. FC Heidenheim 2:1
- 17. Januar 2026: 1. FC Köln – Mainz 2:1
- 24. Januar 2026: Mainz – Wolfsburg 3:1
- 31. Januar 2026: RB Leipzig – Mainz 1:2
Mit dem 2:1-Auswärtssieg gegen RB Leipzig am vergangenen Samstag setzt Mainz ein weiteres Ausrufezeichen. Dank des Sieges hat das Fischer-Team nun gar ein kleines Polster auf die beiden direkten Abstiegsplätze. Und im Idealfall könnte Mainz am kommenden Spieltag gar einen Sprung von Platz 16 auf 12 machen.
All die Zahlenspielereien und möglichen Szenarien interessieren einen Urs Fischer herzlich wenig. Aktuell liegt Mainz auf dem Relegationsplatz, nicht mehr und nicht weniger. Und so sagt Fischer nach dem Triumph gegen Leipzig: «Es sind noch 14 Spiele, es sind noch viele Punkte. Wir haben den Anschluss geschafft, und das muss auch eine gewisse Zuversicht geben.» Ein, zwei Tage dürften sie sich jetzt über diesen Sieg freuen, aber danach gelte es die nächste Aufgabe anzugehen. Und die heisst Augsburg.
Sky-Experte Lothar Matthäus ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Vom ehemaligen Weltklassespieler haben schon viele eins aufs Dach gekriegt. Urs Fischer gehört nicht dazu. «Der kommt, hält die Hand drauf und seither marschiert Mainz nach oben. Eine beeindruckende Arbeit», staunt Matthäus und spricht dem Schweizer damit ein Lob aus.