Krisen-Klub braucht Millionen Kommt es beim FC Schaffhausen schon wieder zu einem Besitzer-Wechsel?

Linus Hämmerli

24.2.2025

Schaffhausen-Stapi Neukomm: «Es wäre jammerschade, wenn es den FCS nicht mehr geben würde»

Schaffhausen-Stapi Neukomm: «Es wäre jammerschade, wenn es den FCS nicht mehr geben würde»

Der Schaffhauser Stadtpräsident Peter Neukomm spricht mit blue Sport über die schwierige Situation des FCS und erklärt, weshalb der Klub von der öffentlichen Hand keine finanzielle Rettung erwarten kann.

24.02.2025

Im Januar verkündete der FC Schaffhausen einen Besitzer-Wechsel. Nun soll es bereits Gespräche mit einem neuen Investor geben.

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Linus Hämmerli, Chris Augsburger

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Im Januar 2025 kauften Fitim und Boletin Hasani die FC Schaffhausen AG.
  • Mit den neuen Besitzern hat die Stadt Schaffhausen noch keine Gespräche geführt.
  • Gespräche soll der Klub aber bald mit einem neuen möglichen Investor führen: Einem ehemaligen Brauerei-Chef, der das Unternehmen 2024 an Carlsberg verkaufte.

Der FC Schaffhausen befindet sich in einer Krise. Sowohl sportlich als auch finanziell läuten bei den Ostschweizern die Alarm-Glocken. Im Januar gab der Klub einen Besitzerwechsel bekannt. Die Zürcher Bauunternehmer Fitim und Boletin Hasani kauften die FC Schaffhausen AG.

Um den FC Schaffhausen wieder auf Kurs zu bringen, sind Millionen nötig, sagt Peter Neukomm, Stadtpräsident von Schaffhausen. Diese Millionen werden von der Stadt jedoch nicht kommen. «Solche Beiträge wären gar nicht möglich.» Dennoch sei es im Interesse von der Stadt und vom Kanton, dass es mit dem FCS weitergeht. Der Klub habe eine bewegte Geschichte und besitze die grösste Sportinfrastruktur des Kantons. «Es wäre jammerschade, wenn es den Klub nicht mehr gäbe. (...) Uns kann nicht egal sein, wenn dort (wo das Stadion steht, d.Red.) eine Ruine steht.»

Unterstützung durch die Stadt? «Sicher nicht im Spitzensport»

Ein Gespräch zwischen der Behörde der Stadt und dem Besitzer-Duo Hasani hat es bisher noch nicht gegeben. Zuletzt fand ein Austausch mit den vorherigen Besitzern statt. Die Feststellung damals: Unterstützung der öffentlichen Hand ist nur im Rahmen des Breitensports und des Nachwuchses möglich. «Sicher nicht im Spitzensport.»

Von Spitzenleistungen ist der FCS ohnehin weit entfernt. In der Challenge League liegen die Munotstädter auf dem letzten Platz. «Wir hoffen, dass es wieder bergauf geht und die neuen Leute am Ruder einen Investor finden, die die Möglichkeit schaffen, dass der Klub finanziell über Wasser bleibt.»

Winken bald Millionen aus Nepal?

Und in puncto Finanzen könnte es in der Tat bald aufwärtsgehen. Wie der «Blick» berichtet, soll der FCS «bald» mit einem Investor aus Nepal verhandeln. Dem Artikel zufolge sei die «Übernahme der Aktien durch die Hasanis von den Klubvorbesitzern um den abgetauchten Roland Klein noch immer nicht abgeschlossen». 

So steht bereits wieder ein Besitzerwechsel im Raum. Konkret handelt es sich um einen «Brauerei-Millionär» aus Nepal. Ein Schaffhauser Geschäftsmann soll in Singapur mit dem einstigen Chef der Ghorka-Brauerei (wurde 2024 von Carlsberg aufgekauft) zu tun haben. Gespräche sollen bereits in dieser Woche stattfinden.