Die Challenge-League-Saison geht in die heisse Phase. Unter anderem spielt auch der FC Thun um den Aufstieg. Ausgerechnet in der wichtigsten Zeit ist Captain Marco Bürki zum Zuschauen verdammt. Mit blue Sport spricht er über seine aktuelle Rolle.
Fr 28.03. 20:05 - 22:15 ∙ blue Sport Live ∙ FC Thun Berner Oberland - Neuchâtel Xamax FCS
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- Der FC Thun kämpft in der Challenge League um den Aufstieg und muss für einige Wochen auf Captain Marco Bürki verzichten.
- Der 31-Jährige steht zwar nicht auf dem Platz, ist aber in der Kabine trotzdem wichtig: Er führt Gespräche mit seinen Mitspielern und sorgt in der Kabine für eine super Stimmung.
- Für Trainer Mauro Lustrinelli wird in der Schlussphase die Kontinuität entscheidend sein.
Der Kampf um den direkten Aufstieg in die Super League geht in die heisse Phase. Zehn Runden vor Schluss liegt der FC Aarau mit 51 Punkten an der Tabellenspitze, gefolgt vom FC Thun mit einem Punkt Rückstand. Étoile Carouge liegt sieben Punkte hinter den Berner Oberländern.
Beim FC Thun wurde der Aufstieg bereits zu Saisonbeginn als Ziel definiert. Diese klare Zielformulierung kommt bei den Spielern gut an: «Als Mannschaft sind wir grosse Fürsprecher dafür», sagt Captain Marco Bürki (31). «Das hat auch mich überrascht. In der Mannschaft ist Druck aber nie ein Thema.»
Das sei auch dem Staff mitgeteilt worden. Der Fokus liege auf dem täglichen Training, die Thuner wollen mit «der richtigen Lockerheit oder Anspannung in die Spiele gehen». Die Stimmung in der Kabine sei vor der Saisonschlussphase weiterhin super.
Lustrinelli: «Kontinuität wird entscheidend sein»
Ähnlich tönt es auch bei Thun-Trainer Mauro Lustrinelli (49): «Mir ist wichtig, dass der Fokus auf der täglichen Arbeit liegt, auf dem Mindset. Für unser Spiel finde ich das nützlich, den Fokus dort zu behalten. Die Ergebnisse werden sich dann einfach ergeben.»
Die jüngsten Resultate sprechen für die Arbeit der Thuner. In den letzten fünf Partien mussten sie sich nur dem Direktkonkurrenten Aarau geschlagen geben. Über den Aufstieg macht sich Lustrinelli noch keine grossen Gedanken: «Mit kontinuierlicher Leistung und Resultate wird es sicher eine Möglichkeit geben, den Aufstieg zu schaffen.»
Marco Bürki hat die Tabelle im Blick, für ihn zählt vor allem das Torverhältnis, das am Ende eine Rolle spielen könnte: «Das ist auch das, was ich wichtig finde, wie viele Tore man kassiert und schiesst. Als Verteidiger habe ich den Anspruch, die beste Defensive zu sein. Unsere Offensive hat bestimmt auch den Anspruch, der beste Angriff zu sein.»
Während es der Mannschaft gut läuft, erlebt der 31-Jährige schwierige Zeiten. Vor der Nati-Pause erlitt Bürki einen Bruch des Mittelfussknochens und fällt für mehrere Wochen aus. Bereits zu Beginn der Saison fehlte Bürki verletzt, dennoch nervt es ihn in der aktuellen Situation, dass er «nicht aktiv auf dem Trainingsplatz bei den Mitspielern sein kann und am Wochenende nicht aktiv auf dem Platz etwas bewirken kann».
Umso mehr kann er auf das Mentale der anderen Spieler einwirken. «Ich kann mir bei jedem einzelnen mehr Zeit nehmen, vielleicht auch bei jenen Spielern, die nicht so zum Zug kommen und extrem wichtige Rolle einnehmen können im Verlauf der Saison.»
Als Captain auch abseits des Rasens wichtig
Nahe steht der Captain insbesondere denjenigen Spielern, die ähnliche Leidenszeiten durchleben wie er selbst: «Ich denke jetzt an Hermann Tebily, bei dem man nicht weiss, wann er zurückkommt, jetzt aber wieder im Mannschaftstraining ist. Er hat eine lange Verletzungspause hinter sich. Oder Mathías Tomás, der neu zu uns gestossen ist und momentan eine schwierige Zeit hat.» Der uruguayische Mittelfeldspieler wurde vor wenigen Wochen wegen einer Thrombose am Arm operiert. Für ihn ist die Saison bereits zu Ende.
Wie blue Sport Reporter Chris Augsburger vom Medienchef des FC Thun erfahren hat, führt der Captain mit den Mitspielern nicht nur Gespräche, sondern ist allgemein auch das Sprachrohr des Teams. Ausserdem organisiert er Ausflüge und Team-Anlässe. Es sei ihm zu verdanken, dass das Klima im Team so gut ist.
In der Nati-Pause stand für die Thuner ein Testspiel gegen Lausanne an, das 2:2 unentschieden ausging. Danach hatten sie ein paar Tage Zeit, um «durchzuatmen und den Kopf zu lüften, um in den letzten zehn Spielen voll anzugreifen». Marco Bürki hofft, das dann Ende Mai wieder auf dem Platz machen zu können, um «jedes Spiel zu gewinnen».
Der FC Thun trifft am 28. März in der Stockhorn Arena auf Neuchâtel Xamax. blue Sport überträgt die Partie live ab 20:05 Uhr.
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