Nach zehn Jahren Atlético Madrid verlässt Antoine Griezmann den Verein im Sommer definitiv. In der Königsklasse bleibt dem legendären Franzosen eine letzte Chance auf den grossen Erfolg.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Für Antoine Griezmann bietet sich eine letzte Chance, mit Atlético Madrid die Champions League zu gewinnen.
- Dafür braucht es am Dienstagabend im Halbfinal-Rückspiel gegen Arsenal einen Sieg.
- Eine Niederlage wäre gleichbedeutend mit dem letzten Champions-League-Spiel des Franzosen, der im Sommer in die MLS wechselt.
- Zudem wäre ein Triumph in der Königsklasse laut Griezmann der «einzige Weg» über das verlorene Finalspiel 2016 gegen Real Madrid hinwegzukommen.
Zum 120. Mal wird sich Antoine Griezmann am Dienstagabend um kurz vor 21.00 Uhr mit der Champions-League-Hymne berieseln lassen. Vielleicht ein letztes Mal. Im Emirates gilt für den 35-jährigen Franzosen alles oder nichts: Ausscheiden und wohl nie wieder im höchsten europäischen Klubwettbewerb auftreten oder das Finalspiel erreichen und eine letzte Chance auf den Henkelpott bewahren.
Di 05.05. 19:55 - 00:00 ∙ blue Sport Live ∙ Arsenal FC - Atlético de Madrid
Event ist beendet
Denn klar ist: Griezmann wird den Verein im Sommer Richtung USA verlassen. Der Vertrag bei Orlando City ist unterschrieben, das Ende in der spanischen Hauptstadt (2014-2019 & 2021-2026) nach zehn Jahren besiegelt.
«Das Wort ‹Liebe› wäre nicht ausreichend», sagt Griezmann über seine Zeit bei Atlético und beschreibt: «Dieser Klub hat mich verändert, er hat mich reifen und zum Mann werden lassen.» Auch die Beziehung zu Trainer Diego Simeone ist sehr eng. «Ich weiss, dass er mir auch über meine Karriere hinaus ein Freund bleiben wird.»
Böse Erinnerungen
Der Atlético-Trainer wird nach 15 Jahren beim Verein ebenfalls mit einem Abgang im Sommer in Verbindung gebracht. Ihm drohe am Dienstag ein «letzter Tanz in London», hiess es dieser Tage in der spanischen Fussball-Talkshow «Chiringuito». Ausscheiden und fliegen oder gewinnen und sich zur Legende machen, so der Tenor der spanischen Medien.
Nicht nur für Simeone und Griezmann, auch für Atlético wäre es der erste Champions-League-Titel überhaupt. Dreimal standen die «Colchoneros» (zu Deutsch: «Matratzenmacher») schon im Final. 1974 verlor man gegen Bayern München, 2014 und 2016 jeweils gegen Stadtrivale Real Madrid.
Das Endspiel vor zehn Jahren liegt dabei besonders schwer auf dem Magen. Auch bei Griezmann. Der Franzose hämmerte in der 48. Minute einen Penalty an die Latte. Später gab es Verlängerung und Elfmeterschiessen. Dort versenkte Griezmann seinen Versuch, weil Teamkollege Juanfran aber nur Aluminium traf, jubelte am Ende doch Real.
«Der einzige Weg, darüber hinwegzukommen, wäre, dieses Jahr den Titel zu holen», sagt der 35-Jährige in einem Interview mit der UEFA. Dafür braucht es am Dienstag im Emirates einen Sieg gegen Arsenal. Nach dem 1:1 im Hinspiel könnte dieser auch über Verlängerung oder Penaltyschiessen erreicht werden.
