Dortmund hat bei Manchester City einen schweren Stand. Bereits nach 45 Minuten liegen die Deutschen mit 0:2 zurück, am Ende steht's 1:4. Aber hätte ein Dortmunder gar noch vom Platz fliegen müssen? Schiri-Experte Adrien Jaccottet und blue Sport Experte Mladen Petric ordnen ein.
Es ist ein schwieriger Abend für Gregor Kobel und Co. bei Manchester City. Die Engländer sind den Dortmunder über weite Strecken überlegen und fahren am Ende einen verdienten 4:1-Sieg ein. Der Schweizer Nati-Torhüter zeigt trotz den vier Gegentoren eine ansprechende Leistung
Für Aufregung sorgt eine Aktion von Serhou Guirassy in der 31. Minute. Der Stürmer geht in der Nähe des gegnerischen Strafraums in einen Zweikampf und steht dabei auf das Bein seines Gegenspielers, Jeremy Doku – dafür zeigt ihm Schiedsrichter Szymon Marciniak nicht einmal Gelb.
Das lässt blue Sport Experte Mladen Petric baff: «Ist für mich sehr überraschend. Warum, kann ich dir auch nicht sagen, das weiss nur der Schiedsrichter.»
«Rot wäre für mich der richtige Entscheid»
Guirassy versuche zwar zurückzuziehen, treffe seinen Gegenspieler dennoch mit offener Sohle. «Wir sehen oft, wie ein Spieler versucht, mit der Spitze an den Ball zu gehen und dann dem Gegner auf den Fuss steht», fährt Petric fort. «Aus meiner Sicht darf er sich nicht beschweren, wenn er Rot sieht.»
Diese Meinung teilt auch Schiedsrichter-Experte Adrien Jaccottet: «Er geht mit hoher Energie und unbedacht mit offener Sohle in den Zweikampf. Er weiss wahrscheinlich, dass er zu spät kommt.»
Der 29-Jährige habe Glück, dass er im letzten Moment noch in der Luft ist und nicht mit seinem ganzen Gewicht auf das Bein von Doku steht. «Sonst wäre es eine klar und offensichtliche Rote Karte. So könnte man noch knapp mit Gelb leben, tendenziell ist der richtige Entscheid für mich aber Rot», schliesst Jaccottet ab.