Lille-Präsident klagt über Sandro Schärer «Ein Schiedsrichter aus der Deutschschweiz? Ich fand das ziemlich speziell»

Clara Francey

12.3.2025

Lille – Dortmund 1:2

Lille – Dortmund 1:2

UEFA Champions League // Achtelfinal-Rückspiel // Saison 24/25

12.03.2025

Nach dem Ausscheiden im Achtelfinale der Champions League gegen Dortmund kritisiert Lille-Präsident Olivier Létang den Schweizer Schiedsrichter Sandro Schärer – und spielt auf seine Herkunft an.

Redaktion blue Sport

Trotz einer 1:0-Führung zur Halbzeit verpasste es Lille zuhause gegen Dortmund, zum ersten Mal in seiner Geschichte in ein Champions-League-Viertelfinale einzuziehen. 

«Nur wenige Leute, die die Auslosung gesehen haben, hätten sich vorstellen können, dass wir enttäuscht sein könnten, wenn wir im Achtelfinale ausscheiden. Aber ja, es gab heute Abend viele Enttäuschungen», so Lille-Präsident Olivier Létang.

Eine Spielsituation sorgte nach der Partie besonders für Gesprächsstoff: Der Elfmeter, der den Ruhrgebietsspielern nach einem Foul von Thomas Meunier an Serhou Guirassy zugesprochen wurde, ermöglichte Emre Can in der 54. Minute den 1:1-Ausgleich.

Létang: Schärer hat in der Pause mit BVB-Spielern gesprochen

«Es war kein Elfmeter für mich», betont Létang. «Das ändert den Spielverlauf entscheidend. Aber ich denke auch, dass wir diese Situation hätten vermeiden können, wenn wir in den ersten zwanzig Minuten der zweiten Halbzeit das Richtige getan hätten.»

Der 52-jährige Lille-Boss hinterfragte die Nominierung des Schweizer Schiedsrichters Sandro Schärer für dieses Spiel: «Als der Schiedsrichter angesetzt wurde und ich gesehen habe, dass er Deutschschweizer ist, fand ich das ziemlich speziell», meint Létang und führt aus: «Und in der Halbzeitpause sprach er mit den Dortmunder Spielern ausschliesslich auf Deutsch.»

Lille-Coach Bruno Genesio bezeichnet den Penalty-Entscheid ebenfalls als «sehr hart» und «entscheidend». Der Trainer der Nordfranzosen räumte aber ein, dass «in der zweiten Halbzeit Dortmund besser war».