Pressestimmen zum Juve-Aus

«Eine Lektion für den italienischen Fussball»

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17.3.2022

Juventus – Villarreal 0:3

Juventus – Villarreal 0:3

Juventus Turin scheiterte zum dritten Mal nacheinander im Achtelfinale. Italiens Rekordmeister verlor daheim mit 0:3 gegen den Europa-League-Sieger FC Villarreal.

16.03.2022

Juventus Turin fliegt zum dritten Mal in Folge in der Champions League schon im Achtelfinal raus – erneut gegen einen vermeintlichen Underdog. Entsprechend geht die Presse mit der Alten Dame hart ins Gericht.

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17.3.2022

Der Traum vom ersten Champions-League-Titel seit 1996 muss weiter warten. Juventus Turin scheitert mit einer 0:3-Heimpleite im Rückspiel krachend an Villarreal (Hinspiel 1:1) und muss damit zum dritten Mal in Serie die Segel schon früh streichen. Dabei hatte Juve in diesen drei Jahren eigentlich immer Losglück – doch nach Lyon und Porto erweist sich nun auch Villarreal als zu stark, beziehungsweise zu abgezockt.

Eine bittere Pille für Juventus – und den gesamten italienischen Fussball, der nun keinen Vertreter mehr in der Königsklasse hat. So reagiert die Presse in Italien und Spanien:

Italien

Gazzetta dello Sport:

«Juve, was für eine Blamage: Sie verlieren zu Hause gegen Villarreal und scheiden wie schon in den letzten zwei Jahren im Achtelfinale aus. Juve, das seine letzten sechs Heimspiele gewonnen hat, muss sich dem Europa-League-Spezialisten Emery geschlagen geben, der in der Champions League noch nie über das Achtelfinale hinausgekommen war.»

«Eine Lektion für den italienischen Fussball. Das 0:3 ist überraschend und wie ein Schlag ins Gesicht. Ein grosser Rückschlag für den italienischen Fussball, der zu denken geben muss. Der Umbruch bei Juve wird tiefgreifend sein.»

Corriere dello Sport

«So endet die Champions League für die italienischen Mannschaften auf die schlimmste Art und Weise. (...) Milan schied in der Gruppenphase aus, ebenso wie Atalanta, während Inter vor einer Woche gegen Liverpool unterlag. Ein kolossaler Misserfolg, nur wenige Tage vor den Playoffs für die WM in Katar: Italien, der Europameister, ist im Europacup nur noch mit Atalanta in der Europa League und mit Roma in der Conference League vertreten. Zu wenig für die Erwartungen, die nach dem Gewinn des Titels im Wembley geweckt wurden.»

Alvaro Morata konnte die Alte Dame auch nicht vor dem Ausscheiden retten.
Getty

Corriere della Sera

«Es ist klar, dass Juve so auch in der italienischen Meisterschaft keine Chance mehr hat. Das war eine Lektion, die man verstehen muss, Juve ist nicht konkurrenzfähig, es fehlt die Qualität.»

Tuttosport

«Der Fluch geht weiter: Immer zu Hause und immer gegen einen Gegner, der als unterklassig gilt.»

Spanien

Marca

«Villarreal ist ein Gigant in Europa. Sie schlagen Juventus in deren Stadion und erreichen das Viertelfinale der Champions League. Ein Tag, der für die gesamte Geschichte des U-Boots von Bedeutung sein wird. Nicht nur, dass sich Emerys Team zum dritten Mal in seiner Geschichte für das Viertelfinale der Champions League qualifiziert hat, sondern auch, dass es eine Mannschaft aus dem Rennen geworfen hat, die im Wintertransferfenster fast 100 Millionen Euro für diesen Wettbewerb ausgegeben hat. Einen der Vereine, die sich am vehementesten für die europäische Super League eingesetzt haben. Doch jetzt ist es nicht Juve, sondern Villarreal, das in der Champions League weiter auf dem Vormarsch ist – und das auf beängstigende Weise.»

AS

«Eine unvergessliche Nacht für Villarreal. Nach den Erfolgen von Real und Atletico kommt der grösste aller Erfolge aus Turin, nämlich der von Villarreal. Diese Mannschaft aus einer kleinen Stadt, die durch ein grossartiges Projekt, das über Jahre hinweg mit beispielhafter Entschlossenheit vorangetrieben wurde, auf ein höheres Niveau gehoben wurde, hat Juventus, dessen Name Ehrfurcht einflösst, auswärts geschlagen. Besonders bezeichnend ist diese 0:3-Niederlage gegen Villarreal im Beisein von Juve-Boss Andrea Agnelli, der mit Real-Präsident Florentino Perez die Super League gründen will, in der Vereine wie Villarreal keinen Platz haben.»

epa09829892 Gerard Moreno of Villarreal celebrates after scoring the 0-1 goal during the UEFA Champions League round of 16, second leg soccer match Juventus FC vs Villarreal FC at Allianz Stadium in Turin, Italy, 16 March 2022. EPA/ALESSANDRO DI MARCO
Gerard Moreno und seine Teamkollegen schicken Juve ins Tal der Tränen.
Keystone

Mundo Deportivo

«Na endlich. Unai Emery rächt sich in Turin und bricht einen Champions-League-Fluch. Der vierfache Europa-League-Sieger hatte es noch nie geschafft, sich für das Viertelfinale der Königsklasse zu qualifizieren. Die sechs vorangegangenen Auftritte des baskischen Trainers in der Champions League endeten alle auf die gleiche Weise: Seine Mannschaft schied immer vor dem Viertelfinale aus. Mit Valencia, Sevilla und Spartak Moskau schaffte er es nicht über die Gruppenphase hinaus. Jetzt hat er die Mauer endlich durchbrochen.»