Nach den strittigen Entscheidungen gegen die Bayern wittert Michael Ballack im TV eine Verschwörung. Bayerns CEO Jan-Christian Dreesen zeigt sich derweil verwundert, über die Wahl des Schiedsrichters.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Bayern München scheidet nach einem 1:1 gegen PSG aus der Champions League aus.
- Besonders die nicht gegebene Gelb-Rote Karte gegen Nuno Mendes sorgt für Ärger. Ex-Bayern-Star Michael Ballack wittert eine Verschwörung.
- Auch Trainer Vincent Kompany und CEO Jan-Christian Dreesen kritisieren den Schiedsrichter scharf.
Die Bayern sind raus. Im Halbfinal gegen Paris St. Germain platzt der grosse Champions-League-Traum der Münchner. Doch nach dem 1:1, das den Franzosen zum Weiterkommen reicht, wird vor allem über den Schiedsrichter gesprochen.
Der portugiesische Schiri João Pinheiro bringt die Bayern gleich mit mehreren strittigen Entscheidungen auf die Palme. Erst pfeift er bei einem hauchdünnen Abseits von Kane zu früh ab, dann stellt er Nuno Mendes nach einem klaren Handspiel nicht mit Gelb-Rot vom Platz und bei einem weiteren möglichen Hands im Strafraum von João Neves gibts keinen Elfmeter.
Nach dem Spiel hadern die Deutschen vor allem mit dem nicht gegebenen Platzverweis gegen Mendes. Pinheiro pfiff zuvor ab, weil er fälschlicherweise ein Handspiel von Bayerns Laimer sah. Darauf machte ihn der vierte Offizielle aufmerksam.
Der ehemalige Bayern-Spieler Michael Ballack wittert beim TV-Sender «Dazn» eine Verschwörung: «Das ist eine spielentscheidende Situation. Es ist das erste Mal, dass der 4. Offizielle in so eine Szene eingreift. Ich hatte das Gefühl, sie wollten die Gelb-Rote Karte nicht geben. Das ist mein Gefühl als Zuschauer. Das sage ich ganz offen. Man sucht ja manchmal nach Situationen, um ein Spiel nicht in eine Bahn zu lenken.»
Dreesen hinterfragt Schiri-Ansetzung
Neben den strittigen Entscheidungen bringt Bayerns Trainer Vincent Kompany vor allem auch die Dauer der Nachspielzeit auf die Palme: «Wenn zwei, drei, vier Spieler unnötig auf dem Boden liegen, hast du die fünf Minuten nicht gespielt. Wenn man das richtig beobachtet – und dann ist auf einmal Schluss», sagte der Belgier gegenüber «Dazn».
CEO Jan-Christian Dreesen hinterfragt die Wahl des Schiedsrichters komplett: «Es ist mindestens erstaunlich, dass ein Schiedsrichter mit nur 15 Champions-League-Einsätzen so ein Spiel leiten darf. Und das erklärt dann vielleicht auch so manchen Pfiff», so Dreesen nach dem Spiel zu den Medien.
Am Ende bringt alles nichts. Während die Bayern noch lange hadern werden, zieht PSG mit wehenden Fahnen in Richtung Budapest, wo am 30. Mai der zweite Champions-League-Titel in Serie her soll.