Fassnacht: «Irgendetwas stimmt momentan nicht»

tbz

1.11.2021

Christian Fassnacht: «Irgendetwas stimmt momentan nicht»

Christian Fassnacht: «Irgendetwas stimmt momentan nicht»

YB-Mittelfeldspieler Christian Fassnacht spricht nach der Niederlage gegen den FC St.Gallen über die Aussichten in der Champions League.

01.11.2021

Die Champions League geht in die heisse Phase. In Villarreal wartet eine vorentscheidende Partie auf die Berner Young Boys. Nach dem Cup-out gegen Lugano und dem 1:3 in St. Gallen könnte das Timing für den Schweizer Meister fast nicht schlechter sein.

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1.11.2021

Wenn die Young Boys europäisch überwintern wollen, müssen in der Champions League dringend Punkte her. Nach der Hälfte der Gruppenphase und dem bitteren 1:4 gegen Villareal im Oktober ist YB in Gruppe F mit drei Punkten auf dem letzten Rang platziert.

Beim Auswärtsspiel in der Keramik-Stadt werden am Dienstag die Weichen gestellt. Es gilt: Verlieren verboten. Etwas, das dem Schweizer Meister in letzter Zeit überraschend schwerfällt. Denn trotz des furiosen 6:0 gegen Servette zu Beginn des Monats entpuppte sich der Oktober als absolute Horror-Show für den Meister.

In den fünf Spielen seit der Partie in Genf konnten die Berner nur noch vier mickrige Punkte einfahren. Gegen Villarreal (1:4), Lugano (1:2) und St. Gallen (1:3) setzte es jeweils eine Niederlage ab. Nur gegen Luzern (1:1) und Lausanne-Sport (3:2) ging YB nicht als Verlierer vom Platz.



Christian Fassnacht konnte gegen St. Gallen gleich mehrere Hochkaräter nicht verwerten.
Bild: KEYSTONE

Gefährlicher Negativtrend

«Irgendetwas stimmt momentan nicht. Da müssen wir über die Bücher», lamentiert Fassnacht nach dem Trauerspiel im Kybunpark. «Logisch ist es eine Anstrengung, wenn man so viele Spiele hat. Aber das soll keine Ausrede sein. Wir müssen intern als Mannschaft wieder näher zusammenrücken und das analysieren.»

Auch Innenverteidiger Bürgy, der zusammen mit Torhüter Faivre gegen Villarreal sein Champions-League-Debüt geben dürfte, ist ratlos. «Wir sind uns bewusst, dass es nicht einfach ist, in allen drei Wettbewerben stark zu spielen. Aber das gehört dazu, das kennen wir auch so. Wir müssen das jetzt so schnell wie möglich abhaken und am Dienstag geht es weiter.»

Sollte es den Young Boys in Spanien nicht gelingen, den Negativtrend umzudrehen, droht schon bald das europäische Aus. Abschreiben dürfte man den Schweizer Meister aber auch nach einer Niederlage gegen Villarreal nicht. Zu eng sind die vier Mannschaften in Gruppe F aufeinander. Einfacher wird es aber auch bei den Heimspielen gegen Atalanta und dem Auswärtsspiel im Old Trafford gegen Manchester United nicht. Zeit also, so schnell wie möglich den Tritt wiederzufinden.