Wie Nadal gegen Federer PSG-Coach vor Bayern-Kracher: «Faszinierendes Szenario für alle Beteiligten»

Nicolas Barman, München

6.5.2026

Enrique: «Denke ich an dieses Spiel, denke ich an die Worte von Nadal»

Enrique: «Denke ich an dieses Spiel, denke ich an die Worte von Nadal»

06.05.2026

Trotz des 5:4 aus dem Hinspiel macht Luis Enrique vor dem Rückspiel zwischen Bayern und PSG eine klare Ansage: Den Vorsprung verwalten kommt nicht infrage. Der Pariser Trainer will auf Sieg spielen – inspiriert von Nadal und Federer.

Nicolas Barman, München

Die Botschaft ist klar. Sogar sehr klar. Auf der Pressekonferenz vor dem Halbfinalrückspiel in München wollte Luis Enrique nichts von einem taktierenden PSG hören.

Trotz eines Tores Vorsprung wischt der Pariser Coach jede Idee vom Verwalten beiseite: «Wir müssen das Ergebnis nicht verteidigen, denn das Ziel ist es, zu gewinnen.» In einer aufgeheizten Allianz Arena reist Paris mit nur einem Gedanken an: angreifen.



Ein offenes und intensives Duell angekündigt

Luis Enrique betont es mehrfach: Egal, wie das Spiel beginnt – seine Mannschaft bleibt ihrer Identität treu. «Als Team haben wir auswärts dasselbe Ziel wie zu Hause», wiederholt er. Der spanische Trainer sieht darin eine zusätzliche Herausforderung: «Wir haben bisher sehr gute Arbeit geleistet, und jetzt ist der Moment gekommen, noch ein kleines bisschen mehr zu geben, um dieses Finale zu erreichen.»

Für ihn wird sich das Spiel im Vergleich zum Hinspiel nicht grundlegend verändern: «Keines der beiden Teams akzeptiert, dass das andere besser ist.» Das erwartete Ergebnis: erneut ein offenes und intensives Duell.

«Emotionen kontrollieren»

Nach dem verrückten Hinspiel hebt Luis Enrique einen weiteren Punkt hervor: die mentale Stärke. «Wir haben gewonnen, wir haben einen kleinen Vorteil, aber das bedeutet nichts», erinnert er. Dann betont er: «Es ist sehr wichtig, die Emotionen zu kontrollieren.»

Eine schwierige Aufgabe, besonders gegen den «stärksten Gegner», dem man in dieser Saison begegnet sei. Doch PSG baut auf seine jüngsten Erfahrungen: «Wir haben die Erfahrung aus dem letzten Jahr, mit schwierigen Momenten, in denen wir eine unglaubliche Brillanz gezeigt haben.»

Die Erinnerungen an München 

Die Rückkehr in die Allianz Arena, Schauplatz des Champions-League-Triumphs in der vergangenen Saison, könnte PSG zusätzliche Motivation liefern. Doch auch hier bleibt Luis Enrique nüchtern: «Wir sind bereits bei 100 Prozent, da braucht es nicht mehr.»

Der Trainer macht jedoch keinen Hehl aus seiner Verbundenheit mit dem Ort: «Nach München zurückzukehren wird immer ein echtes Vergnügen sein, weil man sich an das erinnern kann, was man erlebt hat.»

Nadal, Federer und die ultimative Motivation

Um die gewünschte Einstellung zu verdeutlichen, greift Luis Enrique zu einem unerwarteten, aber treffenden Vergleich: «Wenn ich solche Spiele sehe, erinnere ich mich an die Worte von Rafael Nadal, der sagte, dass die Duelle mit Novak Djokovic und Roger Federer für ihn eine Motivation waren.»

Ein bewusster Vergleich mit dem Duell gegen Bayern: Wie Nadal gegen Federer will PSG die Stärke des Gegners nutzen, um über sich hinauszuwachsen: «Wir bewundern Bayern, sie spielen sehr guten Fussball. Aber es ist noch eine Extra-Motivation für uns, jemanden zu schlagen, der so exzellent ist.»

Ein mitreissendes Duell

Die Bühne ist bereit! Zwei Giganten, ein Platz im Finale – und keiner will nachgeben. «Es wird ein Spiel auf höchstem Niveau zwischen den zwei besten Mannschaften Europas», verspricht Luis Enrique. «Das ist ein faszinierendes Szenario für alle Beteiligten.»

Nach dem Feuerwerk im Hinspiel deutet alles darauf hin, dass München durchaus einen zweiten Akt auf gleichem Niveau liefern könnte. Die Fussballwelt wartet nur darauf …

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