Umstrittener VAR-Eingriff Zubi und Kehl ärgern sich über Platzverweis gegen Dortmund

Redaktion blue Sport

21.1.2026 - 08:55

Zubi vs. Reif: Bei dieser Roten Karte scheiden sich im Studio bei blue Sport die Geister

Zubi vs. Reif: Bei dieser Roten Karte scheiden sich im Studio bei blue Sport die Geister

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20.01.2026

Borussia Dortmund verliert mit 0:2 bei Tottenham Hotspur. Nach einem Platzverweis spielt der BVB über eine Stunde in Unterzahl. Dortmund-Sportdirektor Kehl und Experte Zubi kritisieren die Entscheidung.

DPA, Redaktion blue Sport

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  • Nach einem frühen Platzverweis muss sich Dortmund im Auswärtsspiel bei Tottenham mit 0:2 geschlagen geben.
  • Die Rote Karte nach VAR-Eingriff gegen Daniel Svensson löst Diskussionen aus. BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl kritisiert die Entscheidung ebenso wie blue Sport Experte Pascal Zuberbühler. 
  • Etwas anders stuft Marcel Reif die Szene ein und sagt: «Wenn er ihn falsch trifft, dann bricht er ihm vielleicht das Bein.»

Nach Borussia Dortmunds Champions-League-Niederlage bei Tottenham Hotspur hat sich Sportdirektor Sebastian Kehl kritisch über den Platzverweis für Daniel Svensson in der ersten Halbzeit geäussert. «Ich finde, dass die Rote Karte sehr hart ist», sagte er nach dem Spiel in London, das der BVB mit 0:2 verlor.

«Für mich fehlt jegliche Intention»

Svensson hatte zunächst die Gelbe Karte gesehen, nach VAR-Einsatz korrigierte der Schiedsrichter die Entscheidung jedoch und zeigte dem Schweden in der 25. Minute Rot. «Am Ende trifft er den Ball zunächst und ja, dann ist der Kontakt an der Wade da», räumte Kehl ein. «Wenn man sich das auf einem Standbild anschaut, dann kann man sagen, das ist eine Rote Karte. Aber für mich fehlt in dieser Aktion jegliche Intention, jegliche Intensität. Daher war die Rote Karte für mich nicht richtig.»

Ähnlich sieht das blue Sport Experte Pascal Zuberbühler: «Ich nerve mich ab dem Schlussbild. Er spielt den Ball weg und hat das Bein oben, der Gegner macht einen Schritt – ich bin kein Fan von diesen Schlussbildern.» Der Platzverweis sei zwar vertretbar. «Aber er wollte doch den Ball spielen und hat dann sein Bein dort», so Zubi.

Etwas anders äussert sich dagegen Marcel Reif: «Das Trefferbild am Ende ist so, dass wenn er ihn falsch trifft, dann bricht er ihm vielleicht das Bein. Egal wie du zum Ball gehst – wenn du dann so endest, ist das gefährlich für den Gegner.»

«Die erste Halbzeit war schlecht»

BVB-Sportdirektor Kehl ist aber auch mit der Leistung seiner Mannschaft unzufrieden. «Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen», sagte er. «Wir werden das sicherlich auch mit der Mannschaft sehr kritisch besprechen. Die erste Halbzeit war schlecht – wenig Zweikämpfe geführt, wenig direkte Duelle einfach gewonnen, wenig Intensität. Und die Chancen, die wir heute hatten, haben wir damit in der ersten Halbzeit fahrlässig verspielt.»

Cristian Romero (14. Minute) und Dominic Solanke (37.) trafen in der ersten Hälfte für die Spurs, die seit Wochen in der Krise stecken und gegen Dortmund ihren ersten Sieg in diesem Jahr feierten. Die Pleite wäre vermeidbar gewesen, sagte Kehl. «Denn wir haben jetzt nicht gegen eine Mannschaft aus Tottenham gespielt, die in überragender Form ist und die gerade vor Selbstvertrauen strotzt. Wir haben uns hier deutlich mehr erhofft und erwartet.»

Vor dem letzten Spiel der Ligaphase in der kommenden Woche gegen Inter Mailand deutet sehr vieles darauf hin, dass der BVB für den Einzug in die Runde der besten 16 Teams den Umweg über die Play-offs nehmen muss. «Das wird jetzt womöglich nicht mehr für die besten Acht reichen», sah auch Kehl ein.

Tottennham – Dortmund 2:0

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