BVB-Goalie Gregor Kobel kassiert im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Lille ein faules Ei. Aus Sicht des Schweizers geht das Gegentor aber nicht klar auf seine Kappe.
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- Borussia Dortmund schlägt Lille im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League 2:1 und steht in der Runde der letzten Acht.
- Gregor Kobel sieht beim Gegentor zum 0:1 überhaupt nicht gut aus. Der Nati-Goalie sagt aber: «Ich finde, dass das gar nicht so ein klarer Fehler von mir ist.»
- Kumpel Nico Schlotterbeck soll den Ball noch entscheidend abgelenkt haben. «Du musst halt schon die Beine schliessen», sagt er in Richtung Kobel.
Bereits nach fünf Minuten muss Gregor Kobel in Lille hinter sich greifen. Den vermeintlich harmlosen Schuss von Jonathan David lässt der Schweizer passieren und wird dabei zwischen den Beinen erwischt. Überall ist von einem Patzer die Rede. «Es sieht beschissen und unglücklich aus», sagt blue Sport Experte Alex Frei.
Kobel selbst sieht den Fehler beim Gegentor aber nicht unbedingt bei sich. «Ich bin normalerweise einer, der sagt, wenn es mein Fehler war. Aber wenn der Ball aus so kurzer Distanz abgefälscht wird, ist das sehr schwierig», sagt der Nati-Goalie nach dem Spiel. «Tatsächlich finde ich, dass das gar nicht so ein klarer Fehler von mir ist.»
Auf den TV-Bildern ist ein Ablenker kaum zu erkennen. Laut Kobel hat Nico Schlotterbeck den Ball abgefälscht. Dieser sagt: «Vielleicht hab ich ihn berührt mit dem rechten Bein, das war dann auch eklig. Tut mir leid für Gregor, an guten Tagen hält er den. Es ist halt ärgerlich, habe ich zu ihm gesagt. Du musst halt schon die Beine schliessen.»
Frei: «Den muss er halten»
Das sieht auch Alex Frei so. «Wenn du der Goalie des BVB bist und du den Anspruch hast, längere Zeit auch die Nummer 1 der Schweizer Nati zu sein, dann musst du diesen Ball halten. Ganz einfach», spricht der blue Sport Experte Klartext.
Am Ende können die Dortmunder über die Szene lachen. Der BVB dreht das Spiel noch und zieht nach dem 2:1-Sieg in die Viertelfinals ein, wo der FC Barcelona wartet.