Mbappé dreht wegen Neymar durch: «Dieser Clochard spielt nie zu mir ab»

Von Marcel Allemann

27.9.2021

PARIS - Kylian Mbappe of Paris Saint-Germain and Neymar da Silva Santos Junior of Paris Saint-Germain celebrate the goal of Neymar da Silva Santos Junior of Paris Saint-Germain during the French Ligue 1 match between Paris Saint-Germain and Olympique Lyon at the Parc des Princes in Paris, France on September 19, 2021. ANP/HH GERRIT VAN COLOGNE (Photo by ANP Sport via Getty Images)
Abgekühltes Verhältnis? Kylian Mbappé (links) und Neymar.
Bild: Getty Images

Nach dem Fehlstart ist das Starensemble von PSG in der Champions League bereits unter Druck. Doch ausgerechnet vor dem grossen Knüller am Dienstag gegen Manchester City liegt sich die PSG-Prominenz in den Haaren.

Von Marcel Allemann

27.9.2021

In der Liga läuft es für Paris Saint-Germain top. 8 Spiele, 8 Siege, 24 Punkte – schon 9 Zähler Vorsprung auf den überraschenden ersten Verfolger Lens. Und trotzdem gab es am Samstagabend beim 2:0-Erfolg gegen Jonas Omlins Montpellier Unstimmigkeiten. 

Diese traten in der Schlussphase des Spiels auf, als der Sieg in trockenen Tüchern war und Kylian Mbappé ausgewechselt wurde. Der französische Nationalspieler erlebt derzeit nicht gerade seine beste Phase, ist seit drei Ligaspielen ohne Tor. Und nach seiner Auswechslung platzte ihm der Kragen, lästerte er heftig über Neymar ab.

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«Dieser Clochard spielt einfach nie zu mir ab», sagte Mbappé ausser sich, wie die TV-Kameras enthüllten. Er bezog sich dabei auf die 60. Minute, als Paris eine Riesenchance vergab. Mbappé stand allein vor dem Tor, doch Neymar übersah ihn. Ob es Zufall war? Seit der Ankunft von Lionel Messi, der zuletzt fehlte, soll die Beziehung zwischen Mbappé und Neymar abgekühlt sein.

«Sie treten sich auf die Füsse» schreibt die französische Sportzeitung «L'Equipe» über die PSG-Superstars. Irgendwie war es bezeichnend, dass beim 2:0 gegen Montpellier mit Idrissa Gueye und Julian Draxler zwei Spieler trafen, die eigentlich in deren Schatten stehen. 

In der Vorwoche, beim 2:1-Last-Minute-Sieg gegen Xherdan Shaqiris Lyon, sorgte die Auswechslung von Lionel Messi in der 75. Minute bereits für Irritationen. Vor allem bei ihm selbst, zumal der prominente Neuzugang vom FC Barcelona mit ungläubigem Blick, nach unten gezogenen Mundwinkel und einem knappen Handschlag für Trainer Mauricio Pochettino vom Feld trottete.

Pochettino musste sich danach dafür vor den Medien rechtfertigen und erklärte: «Ich bin hier, um Entscheidungen zu treffen. Wir müssen Entscheidungen treffen, ob es einem gefällt oder nicht.» Es gehe um das Wohl des Teams.

Für dieses wäre es auf jeden Fall gut, wenn PSG in der Champions League nicht noch ein zweites Mal stolpern würde. Der Auftakt missglückte mit einem 1:1 gegen den belgischen Aussenseiter Brügge. Nun steht der Kracher gegen Manchester City an.

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Ob Messi zur Verfügung steht, ist noch nicht ganz klar. Die beiden letzten Spiele gegen Metz am Mittwoch (2:1) und Montpellier am Samstag verpasste er wegen einer Blessur am linken Knie, gestern bestritt er aber das Training. Und vielleicht wäre es aus Pariser Sicht eine ganz gute Idee, wenn Neymar am Dienstagabend Mbappé nicht mehr übersehen würde.