Verrückte Olympiakos-Fans Pajtim Kasami warnt Leverkusen: «Was dort abgeht, ist schon sehr crazy»

Michael Wegmann

18.2.2026

Kasami: «Die Olympiakos-Fans sind crazy»

Kasami: «Die Olympiakos-Fans sind crazy»

Nach 81 Spielen für Olympiakos weiss Pajtim Kasami bestens, wie der griechische Fussball funktioniert. Der 33-Jährige über Abenteuer und Anekdoten aus Piräus.

17.02.2026

Zurück in Winterthur, doch gedanklich oft noch in Griechenland: Pajtim Kasami spricht über seine Zeit bei Olympiakos, die besondere Beziehung zu den Fans – und erklärt, weshalb Spiele dort für Teams zur Herausforderung werden.

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Syl Battistuzzi, Julian Barnard

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Pajtim Kasami blickt auf insgesamt 81 Spiele für Olympiakos zurück und beschreibt seine Zeit in Piräus als sportlich prägend und emotional besonders verbunden mit dem Verein und dessen ambitioniertem Besitzer Evangelos Marinakis.
  • Die Fans von Olympiakos erlebte er als extrem leidenschaftlich und «crazy», mit häufigen Spielunterbrüchen durch Pyros und sogar gefährlichen Vorfällen wie einer Leuchtrakete, die ihn beim Aufwärmen traf.
  • Trotz der Schattenseiten betont Kasami die Herzlichkeit der Anhänger abseits des Platzes und erwartet eine schwierige Atmosphäre für Bayer Leverkusen im Spiel in Athen.

Pajtim Kasami galt seit seiner Jugend als grosses Talent. Schon früh wurden grosse europäische Klubs auf den Mittelfeldspieler aufmerksam. Einen Teil seiner Ausbildung absolvierte Kasami in Liverpool und bei Lazio in Rom. 2010 debütierte er als 17-Jähriger mit Bellinzona in der Super League, ehe er via Palermo und Fulham 2014 bei Olympiakos landete.



In Athen zeigte Kasami zwei Jahre lang seine Klasse, ehe er 2016 den Verein erstmals verliess. Im September 2022 kehrte er nach Griechenland zurück, im Sommer 2023 endete das Kapitel Olympiakos. 

«Es war eine sehr schöne Zeit», erinnert sich Kasami im Gespräch mit blue Sport. «Ich habe bis heute noch einen extrem guten Draht zum Verein und zum Besitzer.»

Eigentümer der Hafenstädter ist Evangelos Marinakis. Der 58-jährige Grieche, der auch eine Reederei betreibt und Besitzer von Nottingham und Rio Ave ist, geniesst in der Fussballszene einen zweifelhaften Ruf: Korruption, Spielmanipulation und die Bildung einer kriminellen Vereinigung wurden ihm schon vorgeworfen.  «Wenn man ihn sieht, bekommt man schnell Angst oder Respekt. Seine Aura bewirkt automatisch, dass du einen Schritt zurück machst», meint Kasami. 

«Vor dem Spiel kam er oft zu uns und hat uns motiviert. Für mich einer der besten Präsidenten, die ich je im Fussball erlebte», führt der Winterthur-Profi aus und ergänzt: «Er ist einfach extrem ambitioniert.»

Grimmiger Blick bei Evangelos Marinakis.
Grimmiger Blick bei Evangelos Marinakis.
AP

Auch Kasami schon Opfer von Leuchtrakete

Auch die Olympiakos-Fans sind sehr leidenschaftlich, wie Kasami aus eigener Erfahrung weiss: «Was dort abgeht, ist schon sehr crazy.» Zu seiner Zeit habe es unendlich viele Pyros gegeben, Spiele mit Unterbrechungen von zehn Minuten nach jedem Tor seien Alltag gewesen. Bei Auswärtsspielen sind die Anhänger gar nicht mehr erlaubt, weil es so gefährlich gewesen sei, berichtet Kasami.

Die Schattenseite des griechischen Fussballs hat er schon am eigenen Leib zu spüren bekommen, als ihn einst beim Aufwärmen eine Leuchtrakete an der Hand traf. Obwohl «das Limit überschritten» wurde, sei der Match nicht abgebrochen worden, wundert sich der 12-fache Internationale.

«Ich habe noch viele Kollegen dort und in den Ferien bin ich auch oft da. Neben dem Platz sind die Fans sehr herzlich. Wenn du in einem Restaurant sitzt, egal ob mit deinen Freunden oder deiner Partnerin – sie kommen zu dir und gratulieren», sagt der 33-Jährige und unterstreicht: «Man merkt schon, dass sie den Fussball extrem leben und wie viel er ihnen bedeutet.»

Wie viel Stimmung die Olympiakos-Fans machen, darf am Mittwochabend (live ab 21 Uhr auf blue Sport) auch Bayer Leverkusen miterleben. 

Kasami: «Es wird schwierig für Leverkusen»

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18.02.2026