Liverpool holt in der Champions League einen wichtigen Sieg bei Inter Mailand. Geredet wird danach aber schnell über Mohamed Salah. Wie geht es mit dem verbannten Star weiter?
Keine Zeit? blue Sport fasst für dich zusammen
- Mohamed Salah wurde nach einem öffentlichen Konflikt mit Trainer Arne Slot für das Inter-Spiel aus dem Liverpool-Kader gestrichen, was intern für Diskussionen sorgt.
- Teamkollegen wie van Dijk und Szoboszlai äussern sich verständnisvoll für den verbannten Teamkollegen, betonen aber, dass die Entscheidung über Salahs Zukunft beim Verein liegt.
- Trotz der Unruhe siegte Liverpool ohne Salah mit 1:0 bei Inter Mailand durch einen späten VAR-Elfmeter von Szoboszlai.
Er stand nicht mal im Kader, ein grosses Gesprächsthema war Mohamed Salah nach dem wichtigen Sieg des FC Liverpool aber dennoch. Mit einem späten 1:0 bei Inter Mailand hatten die Reds gerade einen kleinen Schritt aus ihrer sportlichen Krise gemacht, als schnell nach dem Ägypter gefragt wurde. «Das ist eine schwierige Situation», sagte etwa Linksverteidiger Andy Robertson über den aus dem Kader verbannten Superstar. «Wir reden über einen der grössten Spieler des Clubs. Aber was passiert ist, ist passiert. Wir stehen intern alle zusammen.»
Passiert ist, dass Salah am vergangenen Wochenende in einer bemerkenswerten Wutrede gegen den Verein und gegen Trainer Arne Slot ausgeteilt hatte. Der Niederländer strich ihn daraufhin aus dem Kader für das Inter-Spiel. Ob Salah am Samstag gegen Brighton & Hove Albion ins Aufgebot zurückkehrt, ist vorerst offen. «Das müssen andere Leute entscheiden, nicht ich», sagte Robertson.
Auch Captain van Dijk spricht über Salah
Captain Virgil van Dijk wurde gefragt, ob Salah sich für sein Verhalten entschuldigen müsse. «Ich bin nicht derjenige, der darüber entscheiden kann, ob sich jemand entschuldigen muss. Er hat in den letzten Tagen seine Gefühle zum Ausdruck gebracht. Das ist etwas, womit der Verein sich befassen muss, ich selbst natürlich auch», meinte der Verteidiger.
«Ich stehe ihm sehr nahe. Das hat nichts mit den Spielern zu tun. Es geht um ihn. Es ist seine eigene Entscheidung, was er mit seinem Leben und seiner Karriere macht», hält Dominik Szoboszlai fest.
Der 25-jährige Ungare weiter: «Es ist nicht unsere Entscheidung als Spieler. Ich liebe ihn – ich liebe ihn als Menschen, als meinen Freund, als Spieler. Er hat so viel für diesen Verein getan. Es wird die Entscheidung des Vereins und seine Entscheidung sein.»
Ohne den Ägypter, der wegen seiner zuletzt geringen Spielzeit verärgert ist, kamen die Reds zu einem hart erkämpften Auswärtssieg. Kurz vor Schluss war Florian Wirtz im Strafraum von Inter-Verteidiger Alessandro Bastoni am Trikot gezogen worden, Schiedsrichter Felix Zwayer entschied nach Sichtung der Videobilder auf Elfmeter. Diesen verwandelte Dominik Szoboszlai (88. Minute) sicher.