Atlético geht gegen Inter früh in Führung – doch die Szene sorgt für Zündstoff: Hat Baena den Ball mit der Hand mitgenommen? Im Studio bei blue Sport sorgt der VAR-Entscheid für Gesprächsstoff.
Nach einem Ballverlust von Hakan Çalhanoğlu erzwingt Giuliano Simeone den Ball und setzt sich auf rechts durch. Der Argentinier flankt die Kugel scharf an den zweiten Pfosten. Alex Baena läuft ein, nimmt den Ball mit dem Bauch an. Von dort springt die Kugel wohl leicht an den rechten Arm und Carlos Augusto versucht zu klären.
Der Brasilianer haut den Ball aber genau vor die Füsse von Julian Alvarez, der das Leder mit links unten rechts an Yann Sommer vorbei ins Tor schiesst. Erst zählt der Treffer nicht, doch der VAR schickt Schiedsrichter François Letexier raus und der entscheidet sich schliesslich, dass es kein Handspiel von Álex Baena gab – somit zählt der Treffer – Atlético geht in der 9. Minute in Führung.
Die Szene gibt auch im Studio bei blue Sport viel zu diskutieren. Für Experte Marco Streller und Co-Moderatorin Valentina Maceri war der Entscheid korrekt, Moderator Roman Kilchsperger und Urs Meier sind anderer Meinung.
«Wir sehen ja alle die gleichen Bilder. Für mich ist der Ball klar an der Hand, Und wenn er an der Hand ist, ist es ein Handspiel», führt der Schiri-Experte aus. Auf den Einwand von Maceri, dass Hand ja nicht zum Ball gehe, entgegnet Meier: «Das spielt beim Angreifer keine Rolle, ob es absichtlich oder nicht absichtlich ist. Wenn es ein Handspiel unmittelbar vor einem Torerfolg ist, ist es ein Handspiel», hält der 66-jährige Aargauer fest.