Mainz 05 geht im Viertelfinal-Rückspiel der Conference League in Strasbourg unter. Nach der 0:4-Pleite sprechen Trainer Urs Fischer und Captain Silvan Widmer über die grosse Enttäuschung.
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- Nach dem 2:0-Sieg im Viertelfinal-Hinspiel kassiert Mainz 05 im Rückspiel in Strasbourg eine 0:4-Pleite und fliegt aus der Conference League.
- Die Enttäuschung ist riesengross. «Wir waren überfordert. Sie haben uns aufgefressen», konstatiert Trainer Urs Fischer.
- Auch Mainz-Captain Silvan Widmer sucht nach einer Erklärung für die schlechte Leistung und sagt: «Das war einfach zu wenig.»
Trainer Urs Fischer hat nach dem Conference-League-Aus des FSV Mainz 05 gnadenlos mit seinen Spielern abgerechnet. «Man muss deutlich sagen: Wir waren überfordert. Sie haben uns aufgefressen», sagte der 60-jährige Schweizer angesichts der 0:4-Viertelfinal-Niederlage des Bundesligisten bei Racing Strasbourg: «Es war das, was ich befürchtet habe: Wir hatten keine Antwort.»
Die Deutschen konnten in keiner Phase an den 2:0-Sieg im Hinspiel anknüpfen und spielten beim französischen Erstligisten keine einzige Torchance heraus. «Wir hatten den Mut heute nicht», bilanzierte Fischer sichtlich angefressen. Am Ende bemühte er sich bei «RTL» noch um etwas versöhnliche Töne: «Ich muss auch vorsichtig sein nach so einem Spiel, dass man nicht was Falsches sagt. Die Jungs haben es bis heute zu gut gemacht, um alles schlecht zu reden – aber es war wirklich unterirdisch.»
Sportvorstand Christian Heidel meinte hingegen, die Mannschaft könne erhobenen Hauptes aus dem Wettbewerb gehen. «Wir müssen natürlich attestieren, dass wir heute chancenlos waren. Wir sind ausgeschieden gegen die beste Mannschaft in diesem Wettbewerb.»
Die Enttäuschung überwiegt dennoch, auch bei Nati-Verteidiger Silvan Widmer: «Wir waren nicht auf der Höhe und wurden phasenweise überrannt. Das war einfach zu wenig.»
Rot nach Schlusspfiff für Amiri
Zu allem Übel sah der deutsche Nationalspieler Nadiem Amiri nach der Partie noch die Rote Karte, als es zu einem Gerangel zwischen Strasbourger und Mainzer Spielern kam. Ismael Doukouré hatte ausgerechnet direkt vor der Mainzer Kurve ein Trikot eines Mitspielers triumphierend über die Eckfahne gehängt – dafür sah er Gelb.
Amiri hatte im Getümmel offensichtlich zu erbost reagiert. «Das geht für mich gar nicht. So was gehört sich nicht, das hat für mich nichts mit Respekt zu tun», sagte Paul Nebel über die Aktion seines französischen Gegenspielers. Strasbourg-Stürmer Emanuel Emegha dagegen sprach in seinem emotionalen Interview nach dem Spiel von respektlosen Mainzern im Hinspiel.
Für Mainz endet die Europacup-Saison damit mit einer grossen Enttäuschung. Strasbourg dagegen kann weiter vom grossen Coup träumen. Im Halbfinal der Conference League treffen die Franzosen auf Rayo Vallecano.