Fehler gefunden?
Jetzt meldenblue Sport trifft Beat Schlatter am ESAF in Mollis. Der Schauspieler und Kabarettist verrät seinen Spezialschwung und spricht übers Flitzen. Das Interview wird zum «Hoselupf».
Beat Schlatter, 2011 hast du den Film 'Hoselupf', eine Hommage ans Schwingen, gemacht. Wie viel hat sich in den 14 Jahren seither verändert?
Also von den Schwüngen her kenne ich noch etwa vier bis fünf. Meine Spezialität war der Gammen links. Jetzt schaue ich immer ein wenig, wie die anderen diesen Schwung machen.
Ich meinte eher das ESAF als Veranstaltung...
Frauenfeld 2010 war mein erstes Eidgenössisches Schwingfest. Ich finde nicht, dass sich viel verändert hat.
Und ausserhalb der Arena? Es wird grösser und grösser, ist der Charme noch da?
Schon Frauenfeld war sehr gross. Und ich finde das auch lässig, wenn am Abend noch was läuft. Leider muss ich passen, weil ich am Sonntagmorgen wieder um 8 Uhr beim Anschwingen sein möchte. Denn wenn man mal dabei ist, wird es vier bis fünf Uhr in der Früh.
Du hast gesagt, der Gammen links sei dein Spezialschwung gewesen. Schwingst du immer noch?
Es ist so: Ich bin immer noch im Schwingklub, aber allerdings nur noch als Passivmitglied. In Zürich kostet die Jahresgebühr im Schwingklub 25 Franken. Ich bin dort noch lange ins Konditionstraining gegangen. Irgendwann musste ich mit Schwingen aufhören, weil es einfach auch erniedrigend ist, wenn dir der Gegner die ganze Zeit den Rücken abputzt. Und wenn du nach Hause kommst, schmerzen immer die Gelenke und du musst Salben einstreichen.
Einer deiner berühmtesten Filme war «Flitzer». Könntest du dir einen Flitzer auf einem Schwingfest vorstellen?
Das habe ich bis jetzt auch noch nie gesehen. Aber wenn ich so durch's Areal laufen, muss ich schon ab und zu hören: ‹Schlatter, bist du da, um zu flitzen?› Bin ich nicht.