«Sie geben mir eine harte Zeit» Am Spieltisch mit Meier und Hischier zahlt WM-Neuling Biasca noch Lehrgeld

Andreas Lunghi

27.5.2026

Attilio Biasca: «Uns ist egal, gegen wen wir spielen»

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26.05.2026

Beim 4:2-Sieg gegen Finnland stempelt Attilio Biasca erstmals an einer WM ein. Mit blue Sport spricht der 23-Jährige über das Gefühl des ersten Tores – und wo ihm seine Linienkollegen Nico Hischier und Timo Meier noch eine harte Zeit geben.

Andreas Lunghi

Es sind aufregende Wochen in der noch jungen Karriere des Attilio Biasca. Ende April wird er mit Fribourg-Gottéron erstmals Schweizer Meister und verdient sich mit seinen Leistungen gar ein Nati-Aufgebot für die Heim-WM.

Damit nicht genug: Im Verlauf der Gruppenphase stellt Nati-Coach Jan Cadieux seine Linien um und plötzlich läuft der 23-Jährige, der zu Beginn des Turniers als 13. Stürmer kaum zu Eiszeit kam, an der Seite der NHL-Stars Nico Hischier und Timo Meier auf.

«Es macht enorm Spass», sagt Biasca im Gespräch mit blue Sport angesprochen auf seine Linienkollegen. «Ich kann extrem von ihnen lernen und sie helfen mir auch.»

Sie verhelfen ihm am Dienstagabend im letzten Gruppenspiel gegen Finnland gar zu seinem ersten WM-Tor überhaupt: «Super Vorarbeit von meinen Mitspielern Nico, Timo und Dominik (Egli), der am Schluss den Pass macht. Ohne sie wäre es nicht möglich gewesen.»

Neben dem Eis versteht sich das Trio ebenfalls bestens, wie Biasca sagt. Nur in einer Angelegenheit scheinen die beiden routinierteren Mitspieler dem WM-Rookie (noch) überlegen zu sein: «Sie geben mir eine harte Zeit in Brändi Dog (ein taktisches Brettspiel)», schmunzelt Biasca.

«Fokussiere mich auf uns und mich selbst»

Den ersten WM-Treffer musste sich der 23-Jährige, der die Schweizer U20-Nati 2023 als Captain an die WM führte, hart erarbeiten: «Ich hatte in den letzten Spielen viele Chancen. Ich habe gewusst, dass wenn ich so weitermache, sie irgendwann reinfällt. Dass es in diesem Spiel so schnell geht, habe ich nicht erwartet.»

Dass er zum ersten Mal Luft auf der ganz grossen Bühne schnuppert, imponiert dem jungen Stürmer nicht: «Jedes Spiel ist für mich gleich, egal, ob es das erste oder letzte ist. Es ist sicher speziell und die Heimkulisse gibt mehr Energie. Ich versuche am Schluss nicht zu überlegen, ob es hohes Niveau ist. Ich versuche, mein Spiel zu spielen und Freude zu haben.»

Gelassen bleibt er mittlerweile auch, wenn wie gegen Finnland in Aleksander Barkov ein zweifacher Stanley-Cup-Sieger vor ihm steht: «Wir haben bereits in der Vorbereitung gegen sie gespielt und da habe ich schon ein bisschen grosse Augen gemacht. Jetzt habe ich das nicht mehr. Ich habe gelernt, das auszublenden. Ich fokussiere mich auf uns und mich selbst, egal, gegen wen wir spielen.»

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