Vom 15. bis 31. Mai 2026 ist die Eishockey-Welt für die Weltmeisterschaften zu Gast in der Schweiz. blue Sport sagt dir alles, was du zum Grossevent in Zürich und Fribourg wissen musst.
Wann und wo findet die WM statt?
Die Eishockey-Weltmeisterschaft hätte eigentlich schon 2020 in der Schweiz stattfinden sollen. Wegen der Corona-Pandemie wurde das Turnier damals abgesagt und die Schweiz bekam für 2026 den Zuschlag. Das Turnier dauert vom 15. bis 31. Mai, wobei sämtliche Spiele in zwei Stadien ausgetragen werden.
Die Gruppe A trägt ihre Partien in der Swiss Life Arena in Zürich (12’000 Plätze) aus, die Duelle der Gruppe B finden in der BCF-Arena in Fribourg (8934 Plätze) statt. Ab den Halbfinals (30. Mai) gehen alle Partien in Zürich über die Bühne.
Der Modus
Die 16 Teilnehmer sind in zwei 8er-Gruppen aufgeteilt. In der Gruppenphase treffen alle Teams in der gleichen Gruppe einmal aufeinander. Die besten vier Nationen pro Gruppe qualifizieren sich für den Viertelfinal. Ab da wird per K.o.-System der neue Weltmeister ermittelt. Die Verlierer des Halbfinals bestreiten zudem ein Spiel um Platz 3.
Die Gruppen
Gruppe A (in Zürich)
- USA (Titelverteidiger)
- Schweiz
- Finnland
- Deutschland
- Lettland
- Österreich
- Ungarn
- Grossbritannien
Gruppe B (in Fribourg)
- Kanada
- Schweden
- Tschechien
- Dänemark
- Slowakei
- Norwegen
- Slowenien
- Italien
Die Gruppenspiele der Nati
Der Spielplan der Schweiz
- Freitag, 15. Mai, 20.20 Uhr: USA – Schweiz
- Samstag, 16. Mai, 20.20 Uhr: Schweiz – Lettland
- Montag, 18. Mai, 20.20 Uhr: Deutschland – Schweiz
- Mittwoch, 20. Mai, 16.20 Uhr: Österreich – Schweiz
- Donnerstag, 21. Mai, 20.20 Uhr: Schweiz – Grossbritannien
- Samstag, 23. Mai, 16.20 Uhr: Schweiz – Ungarn
- Dienstag, 26. Mai, 20.20 Uhr: Schweiz – Finnland
Zahlreiche freiwillige Helfer
Um ein gelungenes Turnier auf die Beine zu stellen, braucht es gemäss «Volunteer-Managerin» Sabina Vögeli rund 1000 Freiwillige pro Standort. Der Ansturm in Zürich ist riesig. Bereits Anfang Januar haben sich rund 1100 Leute und damit mehr als genug Helfer gemeldet. Die Voraussetzung für eine Einteilung: Die Volunteers müssen volljährig sein und je nach Standort Deutsch, Französisch und Englisch sprechen. Zudem müssen sie mindestens an sieben Tagen Zeit haben. Einsätze gibt es im Mediencenter, in der Sicherheit oder in der Logistik.
Wo gibt es Tickets?
Auch der Andrang auf die Tickets ist gross. Der offizielle Verkaufsstart mit den Tagespaketen begann schon im September 2025, seit Anfang Februar 2026 sind auch Einzeltickets erhältlich. Zahlreiche Partien sind noch nicht ausverkauft, für die Schweizer Spiele dagegen sind derzeit keine Einzeltickets und nur noch vereinzelt Tagestickets verfügbar (Stand: 31. März 2026). Allerdings können fortlaufend weitere Ticketkontingente für Einzel- und Tagestickets in den Verkauf kommen – hier geht es zur Übersicht.
Die Favoriten
Der Kreis der Favoriten ist gross. Die USA treten als Titelverteidiger an und wurden im Februar Olympiasieger. Mit dem Turnier in Turin wird die WM aber wohl nicht mehr allzu viel zu tun haben, sind doch zahlreiche NHL-Stars in Zürich und Fribourg nicht dabei.
Rekordhalter Kanada ist stets ein Titelkandidat, aber auch Schweden, Tschechien oder Finnland ist viel zuzutrauen. Und dann ist da natürlich die Schweiz, die in den letzten beiden Jahren nur knapp am Coup vorbeirauschte und WM-Silber holte.
Die NHL-Schweizer
Eine Heim-WM ist auch für die NHL-Söldner ein spezielles Ereignis. Dennoch werden nicht alle in der besten Liga der Welt engagierten Schweizer teilnehmen. Kevin Fiala ist nach seiner an den Olympischen Spielen erlittenen schweren Beinverletzung rekonvaleszent und wird der Nati fehlen.
Ungewiss ist auch die Teilnahme von Nino Niederreiter. Nach Olympia bestritt er wegen Knieproblemen bis Anfang April kein Spiel mehr. Gut möglich, dass ihm die Verantwortlichen der Winnipeg Jets kein grünes Licht für die WM geben, falls die Beschwerden bis dahin nicht ganz verschwunden sind.
Philipp Kurashev und Akira Schmid haben noch keine geregelte Zukunft. Bei beiden läuft der Vertrag in der NHL aus. Wenn sie mit einem Verbleib in Nordamerika liebäugeln, ist es unwahrscheinlich, dass sie an die WM reisen. Das Verletzungsrisiko wäre wohl zu gross.
Janis Moser und Roman Josi sind mit ihren jeweiligen Teams auf Playoff-Kurs. Moser dürfte mit den Tampa Bay Lightning ziemlich weit kommen, Josi hingegen könnte im Verlauf des WM-Turniers zur Nati stossen, schliesslich gehören seine Nashville Predators nicht zu den Playoff-Favoriten in der NHL. Lian Bichsel steht mit den Dallas Stars ebenfalls in den Playoffs, würde die WM aber auf alle Fälle verpassen. Er ist unter Patrick Fischer eine Persona non grata. Ab dem nächsten Grossanlass dürfte der 21-Jährige wieder mit einem Nati-Aufgebot rechnen.
Mit grosser Wahrscheinlichkeit an der WM dabei sein werden Nico Hischier, Jonas Siegenthaler, Timo Meier (alle New Jersey Devils) und Pius Suter (St. Louis Blues). Sie haben mit ihren Teams nur noch geringe Playoff-Chancen.