Die Nati macht ein ganzes Land stolz Nicht jedes Märchen hat ein Happy End, aber …
Die Schweizer Eishockey-Nati hat ihr eigenes Sommermärchen geschrieben. Eines ohne Happy End. Aber eben auch eines, das ein ganzes Land hinter sich vereint hat.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Die Schweizer Hockey-Nati schrieb ihr eigenes Sommermärchen und begeisterte mit ihrem Weg bis in den WM-Final ein ganzes Land.
- Die Niederlage gegen Finnland im Endspiel beendete den Traum vom ersten WM-Titel, doch grosse Sportgeschichten bleiben auch ohne Happy End in Erinnerung.
- Diese Mannschaft schuf mit Leidenschaft, Zusammenhalt und Hingabe unvergessliche Momente und weckte die Hoffnung auf den lang ersehnten Titelgewinn in der Zukunft.
2006 erlebt Deutschland an der Heim-Weltmeisterschaft ein Sommermärchen. Die Mannschaft unter Trainer Jogi Löw begeistert das Land und ist nah am langersehnten vierten Weltmeistertitel. Doch nach 54, 74 und 90 soll es eben nicht wie von den Sportfreunden Stiller gesungen 2006 sein, indem die DFB-Elf wieder Weltmeister wird. Im Halbfinale scheitert Deutschland dramatisch nach Verlängerung an Italien, welches später den Titel holt.
Gerade deshalb lebt dieses Sommermärchen bis heute weiter. Nicht jede grosse Geschichte braucht ein Happy End. Manchmal bleibt sie gerade deshalb in Erinnerung.
Das Märchen endet mit dem Sommer
Auch die Schweiz durfte in den vergangenen zwei Mai-Wochen von ihrem eigenen Märchen träumen. Die Hockey-Nati begeisterte die Fans, gewann neun Spiele in Serie und marschierte bis ins Endspiel. An Schweizer Spielen war nicht bloss das Stadion ausverkauft, auch die Fanzone platzte aus allen Nähten. Diese Nati hat das Land begeistert – weit über die Eishockey-Fans hinaus.
Doch so abrupt, wie an diesem Sonntagabend das Gewitter den Sommer unterbricht, endet auch dieser Traum von Gold. Die Schweiz verliert einen dramatischen Final gegen Finnland mit 0:1 nach Verlängerung.
Zurück bleibt die Enttäuschung. Wieder hat es nicht gereicht. Wieder Silber. Wieder Tränen. Wieder eine verpasste Chance auf den ersten WM-Titel.
Das Warten und die Sehnsucht gehen weiter
Und trotzdem wird mit ein wenig Abstand in Erinnerung bleiben, was die Mannschaft Grossartiges geleistet hat. Das Team von Jan Cadieux hat nicht nur stark gespielt, sondern mit Leidenschaft, Solidarität und Hingabe gekämpft. Sie hat Emotionen ausgelöst, Hoffnungen geweckt und ein Land zusammengebracht. Leider wird nicht jede überragende Leistung am Ende mit Gold belohnt.
Die Schweiz muss somit weiter auf ihren ersten Weltmeistertitel warten. Doch diese Mannschaft hat etwas geschaffen, das über Medaillen hinausgeht. Sie hat dem Land unvergessliche Momente geschenkt.
Die nächste Chance auf den Titel bietet sich 2027 in Deutschland. Das Warten geht weiter – die Sehnsucht auch. Und vielleicht bekommt dieses Sommermärchen irgendwann doch noch sein Happy End.