Unter Patrick Fischer ist Leonardo Genoni in den letzten Jahren die unangefochtene Nummer 1 im Nati-Tor. Ändert sich das unter Jan Cadieux? Experte Reto Suri schätzt den Konkurrenzkampf vor der Heim-WM ein.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Die Schweizer Nati nimmt die Heim-WM mit drei Goalies im Kader in Angriff: Leonardo Genoni, Reto Berra und Sandro Aeschlimann figurieren im definitiven Kader von Jan Cadieux.
- «Wir haben die drei besten Goalies des Landes dabei», findet Experte Reto Suri und sagt mit Blick auf das anstehende WM-Turnier: «Ich traue es allen zu.»
- Festlegen auf eine Nummer 1 will sich Suri nicht. Für den Silbermedaillengewinner von 2013 ist Leonardo Genoni aber leicht im Vorteil.
Seit Jahren ist Leonardo Genoni der so wertvolle, sichere Rückhalt für die Schweizer Eishockey-Nati. In den wichtigen Spielen steht der 38-Jährige unter Patrick Fischer stets zwischen den Pfosten. Das letzte K.o.-Spiel (WM und Olympia), bei dem Genoni nicht im Tor steht, datiert vom 25. Mai 2023, als die Schweiz mit Robert Mayer im Tor an Deutschland scheiterte.
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An den Olympischen Spielen im vergangenen Februar stellt Genoni seine Klasse einmal mehr unter Beweis und wird von der Eishockey-Welt nach ganz starken Leistungen mit Lob überschüttet. Doch mit dem EV Zug hat er nicht seine beste Saison hinter sich.
So kassieren die Zuger etwa in den fünf Playoff-Spielen gegen Davos ganze 15 Gegentore. «Wenn man in einem Playoff-Match sieben Tore kassiert, macht man definitiv etwas falsch», sagt Genoni selbst. «Ich schaue in den Spiegel, auch ich war nicht genügend.»
Berra: «Die Heim-WM war die ganze Saison in meinem Kopf»
Ganz anders Reto Berra. Der 39-Jährige brilliert mit Fribourg und führt sein Team mit überragenden Playoff-Leistungen zum Meistertitel. Während Teamkollegen noch daran sind, den Titel gebührend zu feiern, rückt der Goalie bereits in die Nati ein. «Ich habe in meiner Jugend genug gefeiert», sagt er dem «Blick» lachend. «Jetzt möchte ich vor allem noch mehr vom Eishockey profitieren.»
Seine 11. WM-Teilnahme wird nicht nur aufgrund des gewonnenen Meistertitels eine ganz besondere. Zum ersten und auch letzten Mal für Berra finden die Titelkämpfe vor Heimpublikum statt. «Das war schon die ganze Saison über in meinem Kopf», gibt Berra zu. Erobert er nach dem Meistertitel auch die Nummer 1 im Nati-Tor?
Suri sieht Genoni im Vorteil
«Das wird sehr spannend», glaubt Experte Reto Suri und sagt im Gespräch mit blue Sport: «Nach dem, was er alles schon für die Nati geleistet hat in seiner Karriere, ist Leonardo Genoni leicht im Vorteil. Berra und Aeschlimann sind die Final-Goalies (der Playoffs) – wir haben die drei besten Goalies des Landes dabei.»
Festlegen auf eine Nummer 1 will sich Suri aber nicht. «Schlussendlich ist es ein Kampf auf Augenhöhe. Wer sich dann durchsetzt, ist turnier- und tagesformabhängig. Das wird sich im Verlauf des Turniers zeigen», so der 37-Jährige. «Ich traue es allen zu.»