Nati-Stimmen zu WM-Silber «Wir können den Fans und der Schweiz nicht genug danken»

Luca Betschart

1.6.2026

Grosse Enttäuschung bei Meier: «Um ein Spiel zu gewinnen, muss man ein Tor schiessen»

Grosse Enttäuschung bei Meier: «Um ein Spiel zu gewinnen, muss man ein Tor schiessen»

31.05.2026

Die Schweizer Hockey-Nati verpasst die Krönung und muss sich Finnland im WM-Final in der Overtime geschlagen geben. Die Enttäuschung danach ist riesig. Die Stimmen zu WM-Silber.

Luca Betschart

Timo Meier

«Es ist extrem bitter. Wir haben hart gekämpft über die ganze WM, waren wieder so nahe dran. Aber wir wissen, dass wir ein Tor schiessen müssen, um ein Spiel zu gewinnen. Das haben wir im Final wieder nicht geschafft. Es ist extrem hart und ein Scheiss-Gefühl. Aber wir müssen wieder aufstehen, auch wenn es extrem schwer ist momentan. Noch einmal ein Dankeschön an unsere Fans, die so eine geile Stimmung gemacht haben. Auch so wie wir als Mannschaft aufgetreten sind, konnten wir viele für das Eishockey begeistern. 

Finnland war gut eingestellt. Wir haben nicht über 60 Minuten unser Eishockey spielen können. Dann musst du einen über die Linie würgen, das haben wir heute nicht hingekriegt. Keine Ahnung wieso, das ist schwer zu beschreiben so kurz nach dem Spiel. Aber es tut extrem weh.

Jeder hat alles gegeben – für seine Familie, für uns als Team. Wir hätten gerne in der Überzahl zugeschlagen. Unser Boxplay hat einen super Job gemacht, Leo war wieder sensationell.

Die Energie und Euphorie, die wir auslösen konnten, das war Gänsehaut. Umso bitterer, dass wir den Titel nicht holen konnten. Aber so ist es.»

Roman Josi

«Es ist eine grosse Leere im Moment. Wir haben alle daran geglaubt, dass es unser Moment wird und wir es schaffen. Jetzt sind wir wieder hier mit der Silbermedaille. Es ist eine riesige Enttäuschung, wir hätten es so gerne heimgebracht vor unseren Fans.

Wir haben kein Tor geschossen. Leo hat wieder unglaublich gespielt, wie immer. Wir haben bei Fünf gegen Drei nicht gut gespielt, da müssen wir ein Tor machen. Auch das erste Drittel war nicht so gut. Danach haben wir ein gutes Spiel gezeigt. Aber es ist noch etwas früh um zu analysieren.

Die Finnen sind eine super Mannschaft. Sie haben im ersten Drittel besser gespielt. Aber ab dem zweiten Drittel konnten wir auch Druck machen und hatten einige Chancen.

Was bleibt ist die unglaubliche Stimmung, die wir erleben durften. Wir hatten so eine Verbundenheit mit der Schweiz und mit den Fans. Die Siege, die wir gemeinsam feiern durften, das werden wir nie vergessen. Wir können den Fans und der Schweiz nicht genug danken, wie sie hinter dem Team gestanden sind. Sie hätten den Titel so verdient.» 

Roman Josi: «Wir haben alle daran geglaubt, dass es unser Moment sein wird»

Roman Josi: «Wir haben alle daran geglaubt, dass es unser Moment sein wird»

31.05.2026

Jan Cadieux

«Es gehen viele Sachen durch den Kopf. Es tut weh und ich bin sehr traurig für die Spieler und alle Fans. Wir konnten unseren Traum am Ende nicht erfüllen.

Die ersten 30 Minuten waren schwierig. Wir hatten unsere Beine und den Speed nicht, den wir in den letzten Spielen hatten. Nach 30 Minuten hat das Spiel gedreht. Bis zu diesem Moment war Finnland besser als wir. Am Ende ist es schade, dass wir nicht so frei im Kopf gespielt haben wie in den letzten Spielen.

Ich bin stolz auf die Mannschaft und auf das Resultat. Aber es ist hart, jetzt über Stolz zu reden. Aber ich bin sehr stolz auf meine Spieler und ihre Einstellung. Ich habe keine Worte für das, was sie gemacht haben. Und es macht mir weh für diese Spieler, weil ich denke, sie haben mehr verdient.»

Cadieux: «Es tut weh – ich bin sehr traurig für die Spieler und die Fans»

Cadieux: «Es tut weh – ich bin sehr traurig für die Spieler und die Fans»

31.05.2026

Nino Niederreiter

 «Wir waren jetzt ein paar Mal im Final. Und haben keine Wege gefunden, um Tore zu schiessen. Es ist bitter. Jeder einzelne Spieler wollte sicher das Tor schiessen. Der Wille war sicher da, wir haben alles versucht. Vielleicht hat die Coolness gefehlt, es ist schwierig, das jetzt zu analysieren. Momentan gibt es einfach eine grosse Leere.»

«Aber wir sind unglaublich dankbar, wie das Schweizer Volk mitgefiebert hat, wie es hinter uns gestanden ist. Es war eine schöne Euphorie. Natürlich hätten wir auch für sie gewinnen wollen. Die Mission Gold lebt weiter, man gibt nicht auf, bis man sie hat. Aber die Jahre sind auch gezählt, vor allem für mich. Es ist bitter, zum fünften Mal zu verlieren.»

Simon Knak

«Wir gaben alles und können uns nicht gross etwas vorwerfen. Vielleicht aber müssen wir in einem Final noch etwas mehr All-in gehen und noch mehr Risiko nehmen.» 

Attilio Biasca

«Ich nehme dieses Gefühl in den Sommer mit, und im nächsten Jahr werden wir voll angreifen. Ich bin mir sicher, dass wir die Goldmedaille irgendwann heimbringen werden.»

Lars Weibel

«Die Mannschaft und der Staff hätten nichts anderes als die Krone verdient. Wir dürfen nun aber trotz der Enttäuschung den Kopf nicht hängen lassen.»