1:6-Klatsche gegen die Schweiz WM-Frust für Eishockey-Deutschland: «Wie ein Absteiger»

Luca Betschart

19.5.2026

Nati-Fans begeistern Hischier: «Es ist richtig geil, hier zu spielen»

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Nico Hischier spricht nach dem Kantersieg gegen Deutschland über die Leistungssteigerung im Mitteldrittel und die WM-Atmosphäre in der Swiss Life Arena in Zürich.

18.05.2026

Während die Schweizer Eishockey-Nati im dritten Gruppenspiel der Heim-WM begeistert, sitzt der Frust in Deutschland nach der 1:6-Klatsche und der dritten Pleite in Folge tief.  

Luca Betschart

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Deutschlands Eishockey-Nationalteam muss im dritten WM-Spiel die dritte Pleite einstecken.
  • Nach der 1:6-Klatsche gegen die Schweiz hadern Spieler und Trainer vor allem mit 12 verheerenden Minuten und fünf Gegentoren im Mitteldrittel.
  • NHL-Verteidiger und Deutschland-Captain Moritz Seider sagt: «3 Minuten 30 Sekunden haben uns das Spiel gekostet und dann ist die Luft draussen.»

Deutschlands Nationalteam steht an der Eishockey-WM nach der dritten Pleite im dritten WM-Spiel vor dem Aus – und muss nach der klaren 1:6-Niederlage gegen die Schweiz harsche Kritik einstecken.

«Mega-Klatsche gegen die Schweiz: WM-Desaster für deutsche Eishockey-Stars», titelt die Bild-Zeitung und schreibt: «Dritte Pleite im dritten WM-Spiel. Unsere Nationalmannschaft ist zu Beginn der WM in der Schweiz nur ein Punktelieferant. 1:3 gegen Finnland, 0:2 gegen Lettland und jetzt 1:6 gegen die Schweiz. Demontage! Das Viertelfinale ist in weiter Ferne.»

Die deutsche Presseagentur fasst zusammen: «Die Offensive eines Absteigers, katastrophale Fehler und kaum Impulse von der Trainerbank: Ein Jahr vor der Heim-WM droht dem deutschen Eishockey ein Fiasko bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz.»

12 verheerende Minuten 

Der Frust sitzt tief. Spieler und Trainer Harold Kreis hadern vor allem mit den 5 Gegentoren in 12 Minuten im Mitteldrittel. «Es waren individuelle Fehler, Ungeschicktheiten», sagt Kreis im TV-Interview mit «ProSieben». «Das ist schade, aber das ist einfach so. Wir haben 0:0 im ersten Drittel und 1:1 im letzten Drittel gespielt. Es ist wirklich frustrierend, dass das im zweiten Drittel in dieser Form passiert ist.»

Zugleich lobt der DEB-Coach die Nati: «Die Schweizer haben es schon verstanden, uns ein bisschen mehr unter Druck zu setzen – körperlich und mit dem Stock. Wir hatten überhastete Situationen und so entstanden dann diese Fehler.»

Nun warten die USA

NHL-Verteidiger Moritz Seider sieht es ähnlich. «Es ist sehr, sehr bitter. Es war ein sehr gutes Spiel, wir haben viel richtig gemacht und dem Druck standgehalten. Dann verlieren wir völlig die Fassung und dann ist das Spiel aus der Hand gegeben», sagt der Captain im ARD-Interview und betrachet den Schweizer Dreifachschlag kurz vor der Spielhälfte als spielentscheidend: «3 Minuten 30 Sekunden haben uns das Spiel gekostet und dann ist die Luft draussen und du läufst dem Spiel hinterher.»

Mit null Punkten aus drei Spielen und einem Torverhältnis von 2:11 steht Deutschland in der Gruppe A am Tabellenende. Nach einem Ruhetag am Dienstag kommt es am Mittwoch zum Duell mit Titelverteidiger USA. «Wir haben gegen die Schweiz sehr stark begonnen und waren läuferisch und körperlich aggressiv. Wir haben jetzt einen Tag Pause – dann gehen wir mit der gleichen Einstellung ins Spiel gegen die Amerikaner.»

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