Das Penalty-Drama im WM-Final hat ein Ende

7.12.2018 - 10:28, bam

Die Entscheidung des WM-Titels wird nicht mehr im Penaltyschiessen entschieden.
Bild: Keystone

Es wurde viel diskutiert, ob ein Penaltyschiessen einen WM-Final entscheiden darf. Dies wird in Zukunft nicht mehr der Fall sein, wie die IIHF mitteilt. 

Wir erinnern uns: Am 20. Mai wird im Final Nino Niederreiters Penaltyschuss von Torhüter Anders Nilsson pariert. Die WM ist somit vorbei. Schweden ist Weltmeister. Hängende Köpfe bei den Schweizern, die so knapp am ersten WM-Titel der Geschichte scheitern. 

Diese Szene wirds im WM-Final so nicht mehr geben: Die IIHF hat eine Regeländerung für den Modus der möglichen Verlängerungen vorgenommen – diese tritt ab der WM 2019 in der Slowakei in Kraft.

Steht es nach 60 Minuten unentschieden, wird die Verlängerung mit 3 gegen 3 Feldspielern gespielt. Sollte in der Gruppenphase nach fünfminütiger Verlängerung kein Tor gefallen sein, fällt die Entscheidung im Penaltyschiessen. In der K.o.-Phase würde die Overtime maximal 10 Minuten dauern. Im Endspiel würde eine Verlängerung ebenfalls 3 gegen 3 gespielt, in Abschnitten zu je 20 Minuten, bis ein Tor fällt.

Das wird hart. In der National League wird die Verlängerung in den Playoffs mit 5 gegen 5 gespielt. Doch im WM-Final will man mit 3 gegen 3 das Risiko einer lange Overtime vermeiden. «Es gibt einige Gründe, warum wir keine lange Verlängerung im Final riskieren können», sagt Franz Reindl, der zum IIHF-Vorstand gehört. «Die Arena muss nach dem Final normalerweise schnell wieder umgebaut werden, da sie für einen anderen Event gebraucht wird.»

Bei der WM vom 10. bis 26. Mai 2019 trifft die Schweiz in der Vorrunde auf Olympiasieger Russland, Tschechien, Norwegen, Lettland, Österreich, Aufsteiger Italien und Schweden. Es kommt also bereits in der Gruppenphase zur ersehnten Revanche.

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