Der SCB überfordert Genève-Servette erneut

SDA

15.3.2018 - 22:31

Aller Anfeuerungen zum Trotz: Craig Woodcroft und Genf bleiben gegen Bern chancenlos
Source: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

Genève-Servette taumelt dem Saisonende entgegen. Der Liga-Dominator Bern deklassiert die ratlosen Romands (5:1) abermals und führt in der Viertelfinal-Serie mit 3:0 Siegen.

Craig Woodcroft griff tief in die Taktik-Schatulle und versuchte, den negativen Trend mit diversen Rochaden zu stoppen. Das Vorhaben des kanadischen Olympia-Team-Mitglieds scheiterte vollumfänglich; der SCB liess sich nicht einmal ansatzweise aus der Balance bringen - im Gegenteil: Nach neun Dritteln ist der Meister bei einem Torverhältnis von 17:3 angelangt.

Ein Auftritt im üblichen Rahmen genügte bereits zur problemlosen Zäsur. Der 22 Zentimeter kleinere Tristan Scherwey demonstrierte gegen Eliot Antonietti, was mit Intensität auszurichten ist. In der 26. Minute erhöhte Simon Bodenmann mit seinem fünften Playoff-Tor auf die kursweisende Marke von 2:0, dann begann das Schaulaufen und der Zerfall der enttäuschenden Gäste.

Genf resignierte frühzeitig. Chris McSorley, der Ex-Coach und inzwischen machtlose Sportchef, musste auf der Tribüne mitansehen, wie sein Lebenswerk auf dem Eis phasenweise zertrümmert wurde. Die Demütigung war vom erstmals von Beginn weg nominierten Ersatz-Keeper Christophe Bays selbstredend nicht aufzuhalten.

Beeindruckende Berner Bilanz

«Die Jungs sind wirklich hungrig», hatte Kari Jalonen am Vortag auf der klubeigenen Homepage den generellen Eindruck bestätigt. Zugeständnisse sind von der cleveren Equipe in den kommenden Tagen keine zu erwarten. Das Timing stimmt, der Fokus passt. Angriffsflächen bietet der Meister nicht.

Die Berner Playoff-Bilanz der letzten beiden Jahre fällt beeindruckend aus: In 33 Partien resultierten 27 Siege. Eine Erfolgsquote von 81,8 Prozent in der sogenannten Crunch Time hat in Europas Rinks nicht manche Hockey-Organisation vorzuweisen.

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