Törmänen selbstbewusst: «Wir sind läuferisch viel stärker»

lbe

9.4.2019

Rüfenacht (oben) begräbt Biels Verteidiger Anssi Salmela unter sich. Behält der SC Bern auch der Spiel 7 die Oberhand?
Bild: Keystone

Am Dienstagabend empfängt Qualifikationssieger Bern den EHC Biel im Playoff-Halbfinal zum alles entscheidenden siebten Spiel. Das sagen die Direktbeteiligten vor der «Belle».

Ab 20.00 Uhr kämpfen Bern und Biel am Dienstagabend im siebten Spiel der Serie um den Einzug in den Playoff-Final. Nach dem knappen Sieg in Biel hat sich der SCB den Heimvorteil für das letzte Spiel zurückerkämpft. Da der EHC Biel in dieser Serie allerdings auswärts mehr Siege einfuhr als zu Hause, könnte die Ausgangslage spannender nicht sein. Was sagen die Direktbeteiligten aus beiden Lagern vor der «Belle»?


    

Heimvorteil und die nötige Erfahrung

SC Bern

Trainer Kari Jalonen:
Der Schlüssel ist, über 60 Minuten gut zu spielen. In Biel ist uns das zum ersten Mal gelungen.

Captain Simon Moser:
Es ist eine grosse Vorfreude da. Wir wissen, dass wir noch besser spielen können. Das werden wir machen. (…) Es wird ein enges Spiel werden, aber wir hatten in diesen Playoffs schon einige schwere Spiele, in denen wir unter Druck waren. Das wird uns nun helfen. Wir haben sehr viel Charakter in diesem Team.

Tristan Scherwey:
Ich finde es schade, wenn man in den Playoffs nur über die Müdigkeit spricht. Schliesslich sind wir Profispieler. Ein Kollege sagte: ‹Wenn ein Tennisspieler vier bis fünf Stunden auf dem Tennisplatz steht, jammert auch niemand und fragt, ob er müde ist.› (…) Egal wie lange die Serie geht, wir trainieren genau für das. Jeder ist fit genug, um ein Spiel durchzustehen.

Ramon Untersander:
Es tut gut, der Mannschaft helfen zu können. Ich fühle mich, als wäre ich nie weg gewesen. (…) In dieser Serie ist das Glück sicher auch entscheidend. Am Samstag war es bei uns. Wenn man es hat, muss man es nutzen. Wir müssen mit Freude ins Spiel gehen, dann wir es bestimmt ein geiler Abend.

Andrew Ebbett:
Der Heimvorteil kommt vor allem im siebten Spiel einer Serie zum Tragen.

Leonardo Genoni:
Der Druck ist sicher da, aber ich bin gern in dieser Situation.

Leonardo Genoni hielt seinen Kasten in dieser Saison bereits 11 Mal sauber.
Bild: Keystone
    

Auswärtsstärke und Kraftreserven

EHC Biel

Trainer Antti Törmänen: 
Wir haben nichts zu verlieren. Wir verfügen über die grösseren Kraftreserven, wir sind läuferisch viel stärker.

Captain Mathieu Tschantré:
Als Sportler willst du ein siebtes Spiel sowieso gewinnen, egal ob in den Playoffs oder Playouts. (…) Ich werde nicht noch zehn Jahre spielen, das könnte meine letzte Chance auf den Final sein.

Sämi Kreis:
Ich bin überzeugt, dass wir die Serie noch gewinnen werden. Wir haben mehr Energie, das hat man am Samstag gesehen. (…) Wir haben ja schon zweimal in Bern gewonnen. Ich weiss nicht, was dagegen spricht, dies noch ein drittes Mal zu schaffen.

Beat Forster:
Am Einsatz, am unbedingten Willen hat es nicht gelegen. Dieser sprach für uns. Nur funktioniert im Sport halt leider nicht immer alles wie gewünscht. Umso schöner ist es, dass wir eine zweite Chance bekommen. Wir lassen jetzt sicherlich nicht unsere Köpfe hängen, sondern wollen unser bestes Spiel abliefern.

Mike Künzle:
Bern ist müder als wir, das müssen wir jetzt ausnützen. (…) Wir hatten sie in dieser Serie über weite Strecken im Griff. Ich sehe keinen Grund, warum das am Dienstag anders sein sollte.

Sportchef Martin Steinegger:
Wir hatten wichtigere Duelle. Wer mal ein siebtes Spiel in der Abstiegsrunde erlebt hat, kann nichts mehr erschüttern.

Hügli (links) und Earl bejubeln den Siegtreffer in Spiel 5 der Serie gegen den SC Bern.
Bild: Keystone

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