Eishockey-Star Kevin Fiala ist mit den L.A. Kings voll auf Playoff-Kurs und spricht im Interview über seine erste NHL-Saison als Vater, die neuen Prioritäten und seine Liebe für die Schweiz.
Nach gut drei Vierteln der Regular Season in der NHL steht Kevin Fiala mit den Los Angeles Kings auf Rang 6 der Western Conference und befindet sich damit auf Kurs Richtung Playoffs. Der Schweizer gehört auch in dieser Saison zu den besten Skorern seines Teams und hat nach 65 Einsätzen 25 Tore und 20 Assists auf dem Konto. Im Interview spricht der 28-Jährige über die erste Saison als Vater und macht klar, was ihm die Schweiz bedeutet.
Kevin Fiala über …
… die bisherige NHL-Saison mit den L.A. Kings
Wir zeigen eine ganz starke Saison, vom Start bis heute (...). Aber das bedeutet noch nichts. Jetzt haben wir noch den Schlussspurt, dann kommen die Playoffs. Aber es ist gut für unser Selbstvertrauen. Wir müssen so weitermachen.
… die Stärken der Kings
Wir sind ein Team. Alle arbeiten zusammen, wir lieben uns – auch ausserhalb des Eisfelds. Das hilft, auf dem Eis zusammenzuarbeiten. Wir glauben an uns und haben so gegen viele Top-Teams gewonnen.
… die verheerenden Waldbrände in Los Angeles
Es ist sehr traurig für alle Familien, die ihre Häuser verloren haben. Es kamen sogar Menschen und Tiere ums Leben. Der Wald und die Natur, was abgebrannt ist. Es ist so traurig und grausam.
… seine Liebe zur Schweiz
Wenn man die letzten 10 Jahre anschaut, war ich die ersten 7 Jahre eigentlich nur in Schweden – um zu trainieren und den Extraschritt zu machen. Dann wollte ich ausprobieren, wie es in der Schweiz ist. Und das war genau gleich: super. Ich habe mich nochmals in die Schweiz verliebt. Es ist ein Zuhause für mich. Ich vermisse es und ich vermisse die Familie und die Kollegen.
… seine erste NHL-Saison als Vater
Die Prioritäten haben sich verändert. Es brauchte Zeit, um sich umzustellen. Aber jetzt bin ich voll drin. Priorität Nummer 1 ist meine Tochter. Wenn ich nach Hause komme und ihr Lachen zu sehen – es geht alles nur um sie (...). Am Anfang war es nicht so einfach, du wolltest vielleicht andere Dinge machen, aber das ging halt nicht. Es brauchte Zeit, um reinzukommen. Aber jetzt liebe ich es.
Wenn es früher nicht gut lief, konnte ich nicht gut abschalten. Jetzt habe ich schnell gemerkt, dass das Eishockey im Leben eigentlich so klein ist. Wenn es dir nicht läuft, ist das eigentlich egal. Ich habe in diesem Jahr gelernt – und bin es immer noch am Lernen – das Eishockey und das Zuhause zu trennen. Das habe ich in den letzten Monaten viel besser gemacht.