Genfs Fehr und Ambris Nättinen treffen vierfach – Lausanne neuer Leader

SDA

27.10.2020 - 22:35

Lausanne steht erstmals in dieser Saison und zum ersten Mal nach vier Jahren an der Tabellenspitze. Die Waadtländer überholen (dank zwei Mehrspielen) mit dem 2:1 nach Overtime gegen Lugano den EV Zug.

Der Lausanne Hockey Club ist nach dem HC Lugano, dem EV Zug und den ZSC Lions bereits das vierte Team an der Ranglistenspitze der National League in der laufenden Meisterschaft.

Noch vor fünf Tagen führten die Lions die Tabelle an. Seither erlebte der ZSC indes ein mittleres Waterloo: Die brisanten Z-Derbys gegen Zug gingen 3:6 und 2:8 verloren. Und in Ambri kassierten die Lions eine 2:5-Niederlage – nach einer 1:0-Führung bis zur 28. Minute und anschliessend vier Gegentoren innerhalb von weniger als neun Minuten.

Julius Nättinen schoss die ZSC Lions ab. Der 23-jährige Finne aus Jyväskylä kann, wenn er so weitermacht, tatsächlich Ambris «neuer Dominik Kubalik» werden. Nättinen erzielte bislang in jedem seiner sechs Spiele für Ambri mindestens ein Tor und gegen die ZSC Lions sogar vier (!).

Genfs Fehr stoppt den SCB im Alleingang

Nach drei Siegen hintereinander wurden der SC Bern und Goalie Tomi Karhunen in Genf gestoppt. Der 35-jährige Kanadier Eric Fehr entpuppte sich beim 5:3-Heimsieg von Servette mit vier Treffern als die grosse Figur.

Fehr erzielte nach zwölf Minuten in Überzahl zuerst das 1:0 – und bezwang Karhunen nach 138 Minuten ohne Gegentreffer erstmals wieder. Im zweiten Abschnitt erhöhte Fehr mittels Ablenker schon nach 13 Sekunden auf 2:0.

Damit war die Show des Eric Fehr aber noch lange nicht zu Ende. In der 56. Minute stellte Fehr mit einem Doppelschlag innerhalb von 40 Sekunden vom 3:1 zum 5:1 Servettes Sieg endgültig sicher. Erstmals gelangen ihm vier Tore in einem Spiel auf Schweizer Eis. Fehr verbuchte in Genfs ersten sechs Meisterschaftspartien schon zehn Punkte und sieben Treffer.

Der bange Blick nach Bern

Nur vier Partien wurden gespielt. Servette besiegte Bern dank vier Treffern von Eric Fehr mit 5:3. Lediglich in Ambri waren mehr als 1000 Zuschauer zugelassen und kamen 1303.

Mit Hoffen und Bangen blicken die Eishockeyvereine nun nach Bern, wo der Bundesrat am Mittwoch neue Verfügungen bekannt gibt. Es wurde viel lobbiert in den letzten Tagen – nicht nur mit dem Offenen Brief der Klubpräsidenten.

Aus dem Verwaltungsrat des EHC Biel verlautete, jedes Heimspiel ohne Zuschauer koste den EHCB 400'000 Franken. Drei Heimspiele hätte Biel diese Woche bestreiten sollen. Aber es findet kein einziges statt – und daran trägt nicht die Politik die Schuld. Der EHC Biel befindet sich bis am 6. November nach Fribourg-Gottéron und Lugano als drittes Team der National League in Quarantäne. Ein Spieler wurde positiv getestet; das gesamte Team plus Trainer-Staff musste in Quarantäne. Diesmal hat Biel also weniger Glück mit dem Kantonsarzt als noch vor zehn Tagen, als Tino Kessler ebenfalls einen positiven Befund erhielt, die Bieler aber weiterspielen durften.

Aus der Quarantäne zurück ist Fribourg-Gottéron. Die Freiburger gewannen das erste Spiel seit 17 Tagen (!) gegen die SCL Tigers mit 4:3 nach Verlängerung.

SDA

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