Autobiografie

Mark Streit: «Manchmal habe ich plötzlich hemmungslos geweint»

pat

24.4.2020

Ab dem 24. April im Buchhandel erhältlich: Mark Streits Autobiografie.
Bild: Keystone

«Gegen alle Widerstände – mein Weg zum NHL-Star», so lautet der Titel von Mark Streits Autobiografie, die seit heute im Handel erhältlich ist. Streit, ein Vorbild für unzählige Schweizer Eishockeyspieler.

1999 wechselt Mark Streit nach Amerika, doch selbst in tieferen Ligen kann er sich nicht durchsetzen und so kehrt er für die Saison 2000/2001 zurück in die Schweiz. Beim ZSC reift er zu einem Topspieler, die NHL-Träume hatte er aber längst begraben als er mit 27 Jahren von den Montréal Canadiens gedraftet wird. Am 8. Oktober 2005 debütiert er im kanadischen Derby gegen Toronto Maple Leafs und bucht auch gleich einen Assist. 2009 darf er als erster in der Schweiz geborene Spieler an einem All-Star-Game teilnehmen. 

In seiner Autobiografie erzählt Streit, der 2017 seine erfolgreiche Karriere beendete, wie er seine Leidenschaft gelebt hat und so zum Pionier für eine ganze Eishockeygeneration avancierte. Gegenüber «20 Minuten» sagt er: «Ich hatte es schon immer auf dem Radar, eines Tages eine Biografie zu veröffentlichen. Und während meiner Zeit in der NHL ist dieses Bedürfnis gewachsen, denn ich habe sehr viele interessante Geschichten erlebt.» Geschichten, die er nun mit seinen Lesern auf 240 Seiten teilen möchte.

Streit lässt tief blicken

Ein Kapitel trägt etwa den Titel «Die zehn Gebote (zum Erfolg)», ein anderes «Der Streitfaktor». Auch Freunde und ehemalige Weggefährten kommen zu Wort. So verrät etwa Mathias Seger, dass Streit bereits als 16-Jähriger nach jedem Spiel Notizen gemacht habe von Dingen, die er gut respektive schlecht gemacht habe. Es sind auch solche Passagen, die einiges über Streits Charakter aussagen.

Streit gewährt dem Leser auch einen Einblick in sein Seelenleben während schwieriger Phasen. So erzählt er etwa, wie sehr er unter dem Karriere-Ende gelitten hatte: «Im ersten halben Jahr nach der Vertragsauflösung in Montreal hatte ich regelrechte Zusammenbrüche. Manchmal habe ich plötzlich hemmungslos geweint.»

Hart getroffen hat ihn dann auch der Tod seiner Eltern, die im vergangenen Jahr innerhalb von nur vier Monaten verstarben. «Ich kann den Schmerz, die Trauer und die Ohnmacht nicht in Worte fassen», schreibt er in seinem Buch dazu.

Auch seine Frau Fabienne und die gemeinsamen Kinder haben ihren Auftritt in der Biografie, die eigentlich zwischen dem Playoff-Ende und der Eishockey-WM erschienen wäre. Doch sowohl die Playoffs als auch die WM wurden bekanntlich abgesagt. Immerhin dürften Hockeyfans derzeit viel Zeit zum Lesen haben.

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