Schreibt Sophie Anthamatten als erste Frau im Cup Geschichte?

11.9.2019 - 10:39, bam

Sollte der EHC Saastal Sophie Anthamatten gegen Genf-Servette einsetzen, wird Schweizer Eishockey-Geschichte geschrieben.
Bild: Keystone

Der EHC Saastal fordert Genf-Servette im Cup. Eine Frau könnte für den Walliser Klub Geschichte schreiben und dem Genfer Männer-Team gar ein Bein stellen.

Der EHC Saastal kommt unverhofft zu seinem Cup-Märchen: Weil Villars HC für diese Saison kein Team stellen kann, haben sich die Waadtländer aus der 1. Liga zurückgezogen. Somit musste Genf-Servette ein neuer Cup-Gegner zugelost werden. Aus den drei Verlierern der letzten Cup-Qualifikationsrunde der Regio League Westschweiz St. Imier, HC Franches-Montagnes und EHC Saastal wurde der letztgenannte Klub als Ersatz gezogen. 



Am Mittwoch um 20 Uhr wird das «Spiel der Spiele» aus Sicht der Walliser nun ausgetragen. Ein grosser Event für einen kleinen Verein wie den EHC Saastal, der zu einer noch spezielleren Affiche avancieren könnte. Mit Sophie Anthamatten kommt womöglich die erste Frau in einem Cupspiel zum Einsatz. «Wer gegen Servette spielen wird, ist nicht meine Entscheidung. Dies wird Trainer Roger Misteli entscheiden», sagt die Torhüterin zum «Walliser Boten» (Printausgabe) bescheiden. «Sicher könnte der Cupmatch gegen Servette einer meiner Karrierehöhepunkte werden.» Der 28-Jährigen gehe es aber vielmehr um das Team, das bei dieser Aufgabe über sich hinauswachsen könne – und müsse. 

Die Olympia-Bronzegewinnerin von Sotschi 2014 hat ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft bereits 2016 gegeben und wechselte im selben Jahr vom HC Lugano (Frauen) zum EHC Saastal, um sich stärker um ihren Heimatklub zu kümmern. «Schliesslich wurden mir die langen Absenzen zu viel. Sie waren mit der Meisterschaft der 1. Liga nicht mehr kompatibel und deshalb habe ich mich entschlossen, mich auf Saastal zu konzentrieren», begründet Anthamatten ihren Entscheid.

Das geschichtsträchtige Spiel gegen Servette findet am Mittwoch nicht auf der offenen Eisbahn Wichel in Saasgrund statt. «Es wäre sicher eine aussergewöhnliche Atmosphäre gewesen, das Spiel unter freiem Himmel in unserem Stadion auszutragen, aber zu diesem Zeitpunkt haben wir noch kein Eis», sagt sie. Die Walliser dürfen aber in der nigelnagelneuen Lonza Arena in Visp antreten. «Es wird sicher ein magischer Moment werden.»

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