Euro Hockey Tour Hockey-Nati geht gegen Schweden unter

SDA

8.11.2025 - 14:28

Ein schwieriger Nachmittag: Der Schweizer Goalie Sandro Aeschlimann hat gegen seinen Davoser Teamkollegen Simon Ryfors das Nachsehen
Ein schwieriger Nachmittag: Der Schweizer Goalie Sandro Aeschlimann hat gegen seinen Davoser Teamkollegen Simon Ryfors das Nachsehen
Keystone

Herber Rückschlag für das Schweizer Nationalteam: Nach dem Auftaktsieg gegen Finnland geht das zweite Spiel der Euro Hockey Tour in Tampere gegen Schweden deutlich 3:8 verloren.

Keystone-SDA

Vor allem defensiv konnten die Schweizer nicht an die starke Leistung am Donnerstag gegen den Gastgeber anknüpfen. Im Mitteldrittel musste man innert 13 Minuten vier Gegentreffer vom 2:2 zum 2:6 einstecken. Den Abschluss macht das Team von Patrick Fischer am Sonntag gegen Tschechien.

«Wir werden spielerisch besser sein als zu Beginn gegen Finnland», hatte Fischer gehofft. Es trat aber genau das Gegenteil ein. Im ersten Drittel bezahlten die Schweizer einen hohen Preis für zwei Strafen, die von Jacob de la Rose und Fredrik Olofsson eiskalt ausgenützt wurden. Damit war das 1:0 durch das erste Länderspieltor von Sven Jung mit einem Flatterschuss wieder verspielt.

Zu Beginn des Mitteldrittels zeigte sich auch Sandro Schmid im Powerplay effizient, danach verloren die Schweizer den Faden aber komplett. Viel zu einfach wurde im Aufbau der Puck verloren, zu wenig stimmte die Zuordnung im eigenen Drittel, zu viele Zweikämpfe gingen verloren. Zwischen der 27. und der 40. Minute trafen Linus Johansson, Erik Brännström, Isac Hedqvist und Jesper Fröden zur 6:2-Führung, beim vierten Gegentreffer liess sich auch Goalie Sandro Aeschlimann von der Unsicherheit seiner Vorderleute anstecken.

Im Schlussdrittel nahmen die Schweden dann deutlich den Fuss vom Gaspedal, ohne wirklich in Bedrängnis zu geraten. Bereits mehr als sechs Minuten vor Schluss riskierte Fischer alles und nahm den Goalie vom Eis, was Simon Knak prompt zum 3:6 nutzte. Weniger später hatte der Viertore-Rückstand nach Frödens Schuss ins verwaiste Tor wieder Bestand. In der zweitletzten Minute sorgte Simon Ryfors für das happige Schlussresultat. Fünf der acht schwedischen Treffer erzielten Spieler aus der National League.

Damit bleibt es dabei: Auch bei der vierten Teilnahme an der Euro Hockey Tour gelingt es den Schweizern nicht, ihre ersten beiden Spiele zu gewinnen.

Telegramm:

Schweden – Schweiz 8:3 (2:1, 4:1, 2:1)

Tampere. – 1731 Zuschauer. – SR Magnusson/Österberg (SWE). – Tore: 6. Jung (Sigrist) 0:1. 11. De la Rose (Brännström, Fröden/Powerplaytor) 1:1. 16. Olofsson (De la Rose, Fröden/Powerplaytor) 2:1. 22. Schmid (Kessler, Rohrbach/Powerplaytor) 2:2. 27. Linus Johansson (Wingerli) 3:2. 31. Brännström (Linus Johansson, Larsson) 4:2. 32. Hedqvist (Asplund) 5:2. 40. (39:58) Fröden (Brännström) 6:2. 56. (55:28) Knak (Bertshy, Gross) 6:3 (ohne Goalie). 57. (56:14) Fröden (Olofsson) 7:3 (ins leere Tor). 60. (59:20) Ryfors (Fröden, Olofsson) 8:3. – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Schweden, 3mal 2 Minuten gegen Schweiz.

Schweden: Jacob Johansson; Heed, Hagg; Persson, Heens; Larsson, Brännström; Andersson; Fröden, Ryfors, Fredrik Olofsson; Hartmann, De la Rose, Hugg; Sylvegard, Asplund, Hedqvist; Anton Bengtsson, Linus Johansson, Wingerli; Ehn.

Schweiz: Aeschlimann; Fora, Frick; Heldner, Berni; Chanton, Jung; Gross; Bertschy, Schmid, Biasca; Rohrbach, Moy, Knak; Simion, Jäger, Herzog; Kessler, Sigrist, Nussbaumer; Baechler.

Bemerkungen: Schweiz ohne Thürkauf (verletzt), Geisser (überzählig) und Berra (Ersatzgoalie). Schweiz von 53:02 bis 55:28 und von 55:58 bis 56:14 ohne Torhüter. – Schüsse: Schweden 23 (9-10-4), Schweiz 19 (3-8-7). – Powerplay-Ausbeute: Schweden 2/3, Schweiz 1/2.